Freitag, 27. Januar 2012

Der Messiah's hat Galoa erreicht!

Und er sprach:"Es werde Licht!". Das trifft so ziemlich genau, dass erste was Master Levi erreichen möchte an der Schule. Dieses Wochenende möchte er sich mit Don und Brenton zusammensetzen und besprechen wie man endlich Strom für die Schule erreichen kann, um auch abends arbeiten zu können. Er möchte weiterhin, das benehmen der Schüler verbessern, neue Lehrer nach Galoa holen, 2-wöchentliche Staff-Meetings etablieren, Lehrerabende, Hausbesuche erledigen und und und... bisher warten wir auf eine Batterie für die Klassenraumuhr :) oder mit Lee Childs Worten: "It is easy to talk the talk, but hard to walk the walk!"
Aber welche Neuigkeiten kann man schon einmal verkünden? Der alte Headmaster hat endlich die Schule verlassen :), trotz Verspätung weil ein Riesenunwetter in Suva war und die Fähren ausfallen lies, daher ist auch Tago, Luisa und Aquila bis nächste Woche noch in Suva (vorerst). Das essen bleibt also knapp über dem nötigsten.
Weiterhin hat die Schule nun 34 Schüler plus Ana kommt als Kindergartenlehrerin zurück! Mistress Joana übernimmt die Klassen 1-4, da nur Frauen die untersten Klassen unterrichten dürfen. Master Levi Klasse 5 und 8, Steve Klasse 6 und ich Klasse 7.
Wir müssen nun auch alle anderen Fächer unterrichten. Zu Mathe und Englisch kommt nun Basic Science, Social Science und Health Science plus dem neuen Fach Conversational Hindi. Wir müssen also nun auch noch Hindi lernen (kein Scherz). Dieses Wochenende werden wir uns in alles einarbeiten, was eine Hölle an neuer Arbeit sein wird.
Das Wetter ist immernoch sehr schlecht, seit 2 Wochen regnet es nur noch und daher fehlt die Energie für das Internet.
Gestern ist der Unterricht plötzlich unterbrochen wurden, da ein Schwein über den Schulgrund gejagt wurde von Hunden. Letzendlich wurde es durch Isimeli und die Mangroven gestopt. Fotos und Videos werden nachgereicht :).
Letzte Woche sind wir auch bei Sturm und Wetter mit dem Kajak nach Vunisea gefahren, um den verspäteten Stollen abzuholen, wir waren so etwas von durchnässt, aber es hat sich gelohnt!
Weiterhin habe ich nun den Fidschikurs beendet. Ich habe alles übersetzt und werde es unter der Rubrik Fidschianisch veröffentlichen.
Als Tipp für die nächsten Freiwilligen, lernt das!!! Das ist nur der Anfang ;)

Moce und bis zum nächstenmal, wenn wir wissen wie die Schule langsam anläuft, bisher fallen wir jeden Tag tod ins Bett.

Sonntag, 22. Januar 2012

Stoneage

Das waren die Worte unseres neuen Headmasters Master Liwi, auf die Frage wie er Galoa findet. Er findet es bemerkenswert, das wir von Deutschland auf eine Insel wie Galoa gehen. er hatte eigentlich etwas anderes erwartet. Strom, Wasser, Internet... Fehlanzeige :). Leider ist er auch allein gekommen, von der größten Schule Fidschis mit über 1000 Schülern.Naja er wird es überleben.
Morgen wird das neue Schuljahr wieder anfangen mit einem Briefing für die neuen Lehrer. Dann wissen wir wie es weitergeht. Anscheinend wird sehr viel umgeschmissen, weil die Arbeit des letzten Headmasters, naja sagen wir nett, nicht so gut war, laut Schulkomittee und neuen Headmaster.
Wir haben die Zeit nocheinmal genutzt, trotz Monsunartiger wetterlage. Wir sind nach Vunisea gepaddelt und haben ein Weihnachtspaket erhalten. Da gab es lecker Stollen hmmmmmmmmmm, danke Oma!
Weiterhin rennt jetzt Bai auf einmal jeden Tag in das Dorf, wir sehen ihn so gut wie überhaupt nicht mehr. Jetzt wird er schon zum Gespenst wenn er hier ist :D, aber ich bleibe immernoch dabei es ist wohl das Beste. Die wenige Zeit wenn man ihn sieht kommen wieder die alten Befehle auf die wir aber nicht mehr richtig hören. Er hält sich ja selber nicht an seine eigenen Regeln...
Ansonsten werden wir einmal schauen was die neue Woche so bringt und wie das neue Schuljahr läuft.
Ich werde mich bemühen bis nächste Woche auch das Fidschianisch zu komplementieren für die nächsten Freiwilligen, das braucht man hier echt.

Sonntag, 15. Januar 2012

Burgfrieden zu Naicucuqu

Nachdem diese Woche so richtig die Fetzen geflogen sind, ist der Himmel über Galoa wieder klar und freundlich. Mit der freundlichen Unterstützung von Kolping, können wir nun hier wieder unserem Tagwerk nachgehen. Bai geht uns nun größtenteils aus dem Weg und mit den anderen ist das Gleiche Verhältniss wie vorher wieder eingekehrt. Wir haben gehört das Bai, wohl nach der Rückkehr von Luise, Tago und Aquila diesen Samstag aus Suva, im Januar wieder nach Suva aufbricht. Das wäre wohl das Beste für alle.
Wir haben seitdem den Garten nun vorerst vollendet, er sieht nun wirklich erholsam aus und sehr sehr freundlich. Sicherlich etwas was die Insel noch nicht gesehen hat :) mit einheimischen und fremdländischen Früchten und Gemüsen.
Daneben helfen wir Brenton beim Aufbau seines Schafstalles und schleppen Steine zum Berg hinauf oder helfen auf seinen Beeten. Dabei erzählt er uns immer wieder von seinen Visionen und was er alles hier erreichen möchte.
Auch Humphrey mit Familie wollen wieder das Reece Resort aufbauen, um wieder viele Touristen anlocken zu können. Ich würde schon jetzt sagen, es ist ein Geheimtipp für Backpacker.
Wenn es gerade einmal wieder regnet oder die Sonne zu sehr vom Himmel scheint, bilde ich mich vielseitig weiter. Ich lese über die Greueltaten verschiedener Regierungen in "Tell me no Lies" von John Pilger, lese die Geschichte Raamayaana von C.R. oder übe mich in Schwedisch, Chalk-Mongolisch und Bauan (Fidschi).
Am 23. Januar beginnt auch wieder die Schule, dann mit einem neuen Headmaster, mal schauen, was das neue Schuljahr also für Überraschungen bringen wird!
Die ersten Wogen des neuen Jahres haben wir halbwegs glimpflich überstanden :)

Montag, 9. Januar 2012

Inselumrundung, der König von Galoa und andere neue Erkenntnisse

Am 05.01.2012 wurde von zwei vagemutigen Deutschen die Welt umrundet! Pardon Galoa J in einer Nussschale, genannt Kanu, haben wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg gemacht, neue Ufer zu erreichen! Die Idee kam ganz spontan und es war wirklich ein super Ereignis, auch wenn ich etwas Bedenken hatte wegen eines erneuten Sonnenbrandes, der aber zum Glück ausblieb. Am Werk merkten wir ungefähr ab 1/3 des Weges, dass wir doch lieber andersherum gefahren wären. Die Brandung ließ uns fast zurücktreiben, obwohl wir zu zweit mit aller Kraft drückten. Am Ende unserer Kräfte schafften wir es dann doch und wurden mit traumhaften Aussichten belohnt. Der Tag ging also in die Geschichte ein, als zwei Ossis Galoa umrundeten :D.
Während der Zeit waren auch wieder Gäste auf unserem Grundstück. Luke und Alysan aus Chicago. Sie hatten die letzten beiden Jahre auf Hawaii gearbeitet und planen nun eine Weltreise, beginnend in Fidschi, weiter nach Neuseeland, nach Kambodscha und Thailand hinüber nach Europa. Mit ihnen hatten wir auch unsere Kavasessions. Alysan ist auch gleich nach 3 Runden ausgeknockt, sie hat das Zeug nicht vertragen. Luke hat dann tapfer weiter durchgehalten, war aber auch mehr am Würgen. Respekt, wie sie sich einbringen wollen, leider war es den Dörflern, die hinübergekommen sind, und Bais Familie nicht genug. Mit meinem gebrochenen Fidschikenntnissen verstehe ich mittlerweile etwas von dem was sie sagen. Am nächsten Tag wurde sich nur lustig gemacht, was für Schwächlinge die Beiden sind. Leider wurde schon an dem Abend nicht mit Luke geredet und er missachtet, zum Glück hat sich Steve erbarmt und mit ihm geredet, ich musste Kava servieren.
Die nächsten beiden Tage war dann landunter angesagt. Eine Nacht habe ich bei Brenton übernachtet, aufgrund des schlimmen Wetters und fehlender Taschenlampe. Ich dachte wir fliegen mit dem Haus weg, so schlimm war es. Am nächsten Tag ging dieses Wetter dann weiter. Mir wurde aber von Maria und Bai gesagt, dass dies perfektes Wetter wäre, um in den Garten zu gehen. Ich fragte dann warum sie nicht gehen: zu viel Regen war die Antwort… Ok. Dann sagte ich, brauch ich ja nicht zu gehen, doch es ist ja perfektes Wetter für den Garten… Häh????? Hallo, rede ich chinesisch? Ok Was kann man denn noch an so wunderschönen Monsunregentagen machen? Bai: Geht doch, wie Jonis (ehemaliger Freiwilliger), Tauchen, Schnorcheln, Angeln oder trinkt Kava, der beste Weg! Ich denke nur, will er mich töten? Tauchen, Schnorcheln, Angeln etc. ein Blitz und ich bin tot! Ausserdem sieht man nichts durch die aufgewühlte See.
Zum Kava: Ich war 3 Wochen am Stück jeden Tag für Stunden Kava trinken. Ich machte einen Tag Pause und wir wurden gleich abgestempelt, wir mögen keinen Kava. Danach wurden wir zum Kava gezwungen, weil wir sonst die Kultur nicht achten. Ich denke nur Fuck up man!
Bai ist nur noch am herumkommandieren und behandelt uns wie Hunde.
Der Gipfel war dann am Sonntag, gestern. Brenton lädt uns zum Fussball spielen ein. Bai kommt vorbei und verbietet uns dergleichen und ist sehr sauer mit uns. Um ersteinmal klar zu machen: das ist so, als würde in Deutschland ein Nachbar zu euch kommt und sagen „hört auf Fussball zu spielen, es ist Sonntag“! Oder um in der Kultur zu bleiben, Bai geht in das Dorf und verbietet ihnen Kava. Er hat keinerlei Recht an diesem Ort, weil uns der Landbesitzer erlaubt hat, dies mit ihm zu tun. Darüberhinaus wussten wir nicht einmal, dass Sport und Spiel und Spass am Wochenende verboten ist. Zumal auch alle anderen Spass hatten, unsere amateurhaften Versuche zu beobachten.
Auch Don, der Enkel des Königs von Fidschi, der hier wohnt und von allen nicht respektiert wird, sagte uns es ist erlaubt hier zu spielen. Das Dorfgesetz gilt hier nicht und das wissen alle, Bai wollte nur seine Macht zeigen.
Heute ist dann endgültig die Bombe geplatzt. Wir wollten mit ihm reden und unseren Frust von der Seele reden, was seit seiner Rückkehr alles schief läuft. Leider hat er uns geweckt und ist uns zuvorgekommen, zum Glück hatten wir schon alles vorbereitet. Das Ergebnis ist nun, dass wir nicht mehr seine Söhne sind und er uns nichts mehr erklärt. Er drohte uns auch offen, dass dies Konsequenzen für uns haben wird. Es ist leider traurig, dass ein Mann so viel Macht hier hat, oder denkt so viel Macht zu haben. Wir respektieren hier jeden, aber er sollte als unser Mentor auch uns respektieren. Leider kann man ihm auch nichts erklären, da er uns mit der Kulturkeule gesagt hat, dass Jüngere Menschen Älteren keine Widerworte geben dürfen. Wir sind immer noch Deutsche und haben eine eigene Kultur und einen eigenen Willen. Wir sind nicht seine Haussklaven. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.
Zum Glück gibt es hier auch andere Menschen auf der Insel zu denen wir kommen können und mit denen wir reden können.
Wünscht uns Glück, dass wir auch diesen Storm überstehen werden!

P.S. Ich lese alle eure Kommentare und ich bedanke mich dafür, aufgrund der derzeitig langsamen Verbindung, kann ich leider nicht darauf eingehen. Aber soviel, Flik Flik dachte ich war am Besten mit den Videos zu erklären. Bier gibt es hier leider nicht daher kann ich auch nicht irgendwohin fahren L in Deutschland werde ich aber sicherlich wieder einem kühlen tropfen nicht abgeneiget sein J.

Dienstag, 3. Januar 2012

Neujahr und Kava Kava Kava

Ein frohes 2012! Das Jahr meiner Wiederkehr :D

Aber was ist im frischen neuen Jahr so passiert, welches wir hier auf unserer Insel als erster begrüßen konnten auf der Welt (ich weigere mich Samoa ab sofort auch auf unserer Seite der Datumsgrenze willkommen zu heissen :D). Wir haben im Rahmen der Familie Sylvester gefeiert, zu der Zeit wurde viel Musik gespielt, es gab viel Kava und Rum. Am Ende hat jeder eine frohes neues Jahr gewünscht und viele Telefonate geführt, auch wenn zumeist das Netz zusammengebrochen war. Eigentlich sollte danach jeder Nass gesprizt werden (eine Eigenart hier in Fidschi), dieses blieb leider aus. Wir wussten nicht, wenn Neujahr auf Sonntag fällt muss alles ruhig bleiben. Daher feierten wir am 1.1. gleich noch einmal Neujahr mit dem dazugehörigen Wasser im Dorf und viel Kava. Weiterhin haben wir erfahren, dass das mit dem Wasser bis zum Schulanfang geht. Heisst wir können in den 3 Wochen mit Wasser geweckt werden, aus dem Boot geschmissen werden oder einfach nur so Wasser abbekommen.
Gestern waren wir auch zum erstenmal bei einem der beiden Wasserfälle in Kadavu. Dort wurde Wäsche gewaschen und herumgealbert. Es war ein schöner Tag und die Sonne wird langsam immer unerträglicher, man schwizt jetzt schon beim schlafen bis zum geht nicht mehr.
Das neue Jahr hat auch eine von den gestohlenen Lampen wieder auftauchen lassen. Eine Bekannte aus Salombe (Nachbarstrand) hat sie am 1.1. bei sich gehabt, darauf angesprochen sagte sie sie hätte sie am Samstag neben der Kirche gefunden... sie wurde erst Sonntag gestohlen... Naja wie dem auch sei wir haben eine der beiden wieder und ich kann wieder im hellen durch die Nacht laufen.
Das neue Jahr hat also super begonnen!

Ich habe auch mitbekommen, dass wieder ein Zeitungsartikel von mir Online steht und was wir so machen. Wer lesen möchte einfach klicken!