Dienstag, 11. Oktober 2011

Namalata 7, Geburtstag & Kirchenservice

Der Moment des großen Tuniers war nun da. Wir sind frühs mit Vutu und Frank nach Namalata (direkt neben Vunisea) gefahren. Das Tunier sollte laut Aussage um 8 anfangen. War dann aber offiziell um 10 und fing wirklich erst um 11 an. Es regnete ziemlich und wir sind in eine gerade im Bau befindliche Hütte neben dem Rugbyfeld eingezogen. Die Dorfbewohner hatten schon die Kavaschüsselmitgebracht und waren dabei Thunfischsandwiches zu beschmieren. Neben unserer Hütte war ein kleiner Stand mit heißen Maiskolben. Das ganze Tunier bestand aus Rugby für die Männer und Netball für die Frauen auf der anderen Seite. Da gab es auch Popcorn, Barbecue, Hamburger und dergleichen, sowie Rugbyshirts und einige Hütten wo andere Dörfer untergebracht waren. Im Rugby gab es 2 Cups (wo es Anfangs nur 1 geben sollte, zwischentleich war die Aussage sogar bei 3). Der Gewinner vom großen Cup (Gruppenplatz 1 und 2) gewann 2000 Fidschi-Dollar (am Anfang 2500) und der kleine Cupgewinner bekam 250 Fidschi-Dollar (500 am Anfang). Galoa startete mit 2 Teams und das Tunier erstreckte sich über 2 Tage. Wir wollten mitspielen, wurden aber erstmal vertröstet und dann wurde zugestimmt beim nächsten Spiel mitzuspielen am 2. Tag. Leider gab es kein nächstes Spiel... . Die 2. verlor alle Spiele und die 1. kam auf Platz 3 der Gruppe. Sie steigerte sich aber und gewann den kleinen Cup.
Am Abend war deshalb ein großes Fest mit viel Essen. Wir mussten wieder als erstes Essen und mir wurde sogar meine Krabbe geschählt., obwohl ich nicht wollte. Gleiches war auch schon in Vunisea, mir wurde die Hafenmauer hochgeholfen von einem Fidschianer, Steve musste allein hockommen. Ist wohl mein Weißen-Bonus. Naja an dem besagten Abend gab es noch viel Kava und dann gings ab ins Bett.
An meinem Geburtstag sind wir dann wieder nach Vunisea und haben ein Netball-Tunier der Krankenschwestern  angeschaut. Man konnte wohl auch CSD-Tag sagen :), die hatten einen Riesenspaß und ausgegerenzt wurde keiner. Auch Vice hatte seine Freude.
Ich habe von Steve ein Eis geschenkt bekommen, was aber eigentlich alle gegessen haben. Wir haben dann noch erfahren, dass der Fidschianische Feiertag, den der Headmaster auf den Freitag verlegt hatte, nun doch am Montag stattfindet. Heißt dann 5 Tage ohne Schule. Nach Vunisea sind wir dann, auf meinen Wunsch Fischen gegange, was aber nicht sehr erfolgreich war. Der Abend wurde dann mit Kava beendet.
Am nächsten Morgen sind wir dann früh raus, weil wir nach Namalata eingeladen wurden vom Headmaster, um beim Kirchenservice mitzumachen. Wir haben erfahren, dass der Headmaster nebenbei Priester ist, wie auch Bai. Sehr interessant!
Wir kamen beinahe zu spät zum treffen, konnten aber das Boot noch abfangen. Dort angekommen, haben wir erfahren, dass wir auf der Kanzel aus der Bibel vorlesen sollen (Arche Noah). Steve auf Fidschianisch und ich auf Englisch. Ist eine Erfahrung auf die ich gerne verzichtet hätte. Danach wurde man aber mit einem Festmahl entschädigt. Es gab Salat, Gurken, Chop-Suey, Hühnchen, Fisch, Dalo-Blätter in Kokosnuss und Saft. Wirklich lecker!
Danach wurde Fussball geschaut (Ba (Beste Mannschaft Fidschis) gegen Rewa) und Steve sagte, dass er nicht gut spielen kann, nur so gut wie diese Mannschaften :). Fettnäpfchen!
Danach ging es zurück erstmal Duschen (das erstemal seit 4 Tagen, weil endlich wieder Wasser). Wir kamen dann zurück ins Dorf um Rugby-Viertelfinale. Unsere Mannschaften (Argentinien und Südafrika) sind augeschieden gegen Australien und Neuseeland.
Wir haben erfahren, dass der älteste Sohn vom Oberältesten (Tutumelli) mit 36 an einem Herzinfarkt gestorben ist. Daher kann es sein, dass Bai und Familie länger in Suva bleiben und wir länger mit Frank und Vutu alleine bleiben.
Der Abend wurde dann wieder mit Kava abgerundet.
Den Feiertag haben wir genossen, auch weil es nur regnete. Wir haben an einer Spielidee gearbeitet. Vielleicht gibt es ja bald Galoa als Video oder Brettspiel :)
Heute sind wir wieder bei Brenton und haben Gitarre gelernt. Das wird echt schwer werden. So ansonsten sag ich mal wieder Tschüß und bis zum nächstenmal!

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