Montag, 25. Juni 2012

Beginn der Abschiedsrunden, BSP Life erster Jahrestag und Vereinigung

So hier bin ich mal wieder mit dem wöchentlichen Report, was so hier passiert. Da ich nun nur noch 11 Tage in Fidschi habe kommt es nun unvermeindlich mit einigen Leuten zu den ersten Abschiedsfeiern. Die erste war mit meiner Gastfamilie, da meine Gastmutter am Donnerstag zu den Salomonen fliegt und erst nach meiner Abreise zurückkehren wird. Am Wochenende war daher die letzte Gelegenheit alle zusammen zu bekommen. Daher habe ich mit meinen japanischen Kollegen Kent (um ihn ein wenig kochen beizubringen) ein 3-Gänge-Menü angerichtet und alle zusammen an einen Tisch bekommen. Dort konnte ich noch einmal danke sagen dafür das sie mich aufgenommen haben. Der richtige Abschied kommt dann am Donnerstag noch einmal und vom Rest nächste Woche.
Am Sonntag war dann auch das letztemal Fussballspielen mit den Japanern, da nächste Woche Sonntag kein Training angesetzt wird. Ich habe mich aber noch einmal mit 3 anderen seperat zum Tennis verabredet nächste Woche, um auch noch ein wenig Bewegung zu bekommen am nächsten Wochenende.
Bei der Arbeit stand letzte Woche vor allem das Showprogramm zum 1 Jahrestag von BSP Life (Lebensversicherung einer örtlichen Bank) auf dem Programm. Hierfür war dann die Hauptfeierlichkeit am Mittwoch angesetzt. Wir haben das Forum Sekretariat eingerichtet und auch am gleichen Tag wieder abgebaut. Was hieß von früh 9 Uhr durchgängig bis abends 23 Uhr malern, hauen und schwitzen :). Am Ende waren alle zufrieden und der Veranstalter will Rako weiterempfehlen. Was wohl ein guter Lohn ist :).
Am Donnerstag kam es dann im Rahmen des französischen Musikfestivals am Museum zur erstmaligen Vereinigung der 3 großen Tanz- und Muskigruppen Fidschis VOU, Oceania und Rako in Form einer 10-minütigen Aufführung. Danach traten Künstler aus Fidschi, Vanuatu und Neukaledonien auf.
Ansonsten ist rückt nun wirklich der Abschied immer näher da ich schon sagen kann nächste Woche meine Abreise ansteht :). Was heißt wieder 31 Stunden unterwegs zu sein eh ich in good old germany ankomme.

Und noch einmal was aus dem Skurrilitätenkabinett:

Mittlerweile habe ich mich an dieses Verhalten der iTaukei gewöhnt, aber für Neuankömmlinge könnte es befremdlich sein. Es passiert des öfteren das man die Straße entlang läuft und ein iTaukei nebeinen läuft, das Gesicht immer näher in das eigene gräbt und ein paar Sekunden so weiterläuft. Man sieht förmlich wie es im Gehirn arbeitet. Dann gibt es 2 Varianten: Variante A: Er senkt den Kopf wieder und läuft seines Weges. Variante B: Er schmettert euch ein Bula entgegen und wartet auf eure Reaktion.
Hier habt ihr dann 2 Varianten: Variante A: Nicht reagieren und weitergehen (Beste Variante, da der gegenüber dann auch einfach weitergeht) oder Variante B: Ihr sagt auch Bula, dann wird gleich nachgelegt mit "Where are you from!" und ihr habt ihn an der Backe, aber auch hier könnt ihr dann einfach nicht reagieren.
Manchmal sag ich dann einfach Dänemark, wohlweisslich das sie das noch nie gehört haben. Dänemark ist für sie meistens eine Stadt in England, auch wenn ich sie daraufhinweise das Dänemark ein eigenes Land ist, bestehen sie darauf das es eine Stadt in England ist.
Dazu muss man sagen, das für die Fidschianer Weiße entweder aus England, USA, Australien oder Neuseeland kommen, Deutschland wird nur bedacht wenn man es sagt. Asiaten sind grundsätzlich Chinesen und Leute mit dunkler Hautfarbe sind iTaukei, so einfach ist das :)
Aber noch einmal zurück zu dem Bula. Letzte Woche war dann die Krönung, als ich mit Kent die Straße entlang lief, kam ein iTaukei die Straße entlang und sagte die ganze Zeit Excuse me, bis er wieder soweit war das er sein Gesicht in meines geschoben hat. Als ich mich zu ihm wendete kam wieder ein Bula geschmettert und er lief einfach weiter. Wie gesagt einfach nicht drüber nachdenken und drüber lachen :)
Ich denke iTaukei haben einfach ihre Routinen die man ihnen lässt. Bei Fragen nach dem Wohlbefinden wird grundsätzlich nur der Daumen nach oben, ein gut oder die Gegenfrage wie es ihm geht erwartet. Wenn man sagt schlecht oder ich hab Probleme wird darauf nicht eingegangen, da das nicht erwartet wird ;).

So mal schauen was die letzten Tage so bringen :)

Viele Grüße nach zu Hause!

Dienstag, 19. Juni 2012

Abreise der Wakas und das seltsame Verhalten der fidschianischen Fußgänger

So jetzt kommt einmal der zweite Teil der Waka-Woche. Also am Mittwoch ging es dann zur besagten Sulu-Nacht in den Traps-Nachtclub. Auf dem Weg dorthin haben ein paar Fidschianer aus meiner Straße gedacht das mein Sulu rutschen würde. Das Ende vom Lied war das ich von 4 Personen umringt war, die alle probierten meinen Sulu in die korrekte Form zu bringen. Naja so viel zum Ausgang. Erstes Kommentar Ema in Traps:" Wir müssen dir beibringen wie du einen Sulu trägst." :)
Auch an dem Abend war ich eigentlich fast der Einzige der in korrekter Kleiderform ankam, was aber auch egal war es hat mal wieder viel Spaß gemacht und der Abend war umsonst :D.
Dann sollte eigentlich der Donnerstag frei sein, aber es wurden Tanzproben in unserem neuen zu Hause dem Bahai-Center angesetzt. Dieses Center ist nun nur noch 15 Fußminuten von dem zu Hause meiner Gastfamilie entfernt. Was ziemlich praktisch ist. Bei dieser Übung wurde ich einmal wieder genötigt mitzuproben, vom Anfang bis zum Ende. Erstaunlich ist das sie es einfach nicht aufgeben das ich nicht tanzen kann :). Ich glaube sie wollen auch ein paar Lacher haben :D
Am Freitag sollte es dann (laut meiner Info von Donnerstag Abend) nach dem Mittag zum Aufbau einer Örtlichkeit in der BSP-Bank gehen. Naja am Ende wurde ich frühs aus dem Bett geholt, weil doch eine Schulveranstaltung am Museum ist. Hier stellten die Crew der Wakas den Schulinder vor, was sie so auf ihren Reisen erlebt haben und wie man auf den Pazifik aufpassen sollte. Unsere Gruppe war dafür zuständig das Willkommensprogramm für die Klassen zu veranstalten und die Zeit zu überbrücken in der eine Klasse noch im Museum ist und die nächste noch nicht hinein konnte. Dies geschah auch schon am Donnerstag, von dem Programmpunkt wusste ich aber zu dem Zeit noch nichts ;). Naja war ganz praktisch mal wieder mit Schulkindern in Kontakt zu kommen :).
Danach ging es dann bis Abends zur BSP die Räumlichkeiten gestalten.
Am Samstag war es dann soweit, Abschiedsfeier der Wakas. Ich ging mit Kent hin, da er auch gerne die Boote sehen wollte und war etwas überrascht das nichts offizielles war. Die Boote machten sich einfach fertig und ein paar Zuschauer saßen am Hafen, das war alles. Kann man sicherlich besser machen nächstes Jahr.
Sonntag war dann wieder Fussballzeit und danach ging ich noch mit den anderen Japanern essen, ehe es dann danach wieder zur BSP ging um die letzten Feinheiten einzurichten. Dabei gingen die Luftballons etwas auf die Nerven, sie überlegten sich einfach ab und an ohne ersichtlichen grund zu platzen. Das sorgte für etwas Frust und so manchen Herzstillstand :). Naja das war dann auch geschafft.
Montag war dann der erste freie Tag seit langem wieder und ich konnte mich endlich wieder daran machen Wäsche zu waschen :), zum Glück hielt auch das Wetter aus.

Aber nun noch kurz zu einer Eigenheit beim spazieren gehen.

Hier in Fidschi ist es irgendwie ein seltsames Phänomen wenn ihr auf dem Fußgängerweg seit, egal ob es voll oder leer ist die fidschianischen Passanten gehen irgendwie immer auf eurem Weg. Der Weg kann leer sein und für 5 Mann Platz bieten, aber euer gegenüber steuert direkt auf euch zu. Das passiert ziemlich oft und nervt auch zuweilen. Auch die Fidschianer regen sich selbst darüber auf. Einen wirklichen Trick dahinter habe ich bisher nicht erkannt, höhere Wahrscheinlichkeit, das sie euch nicht passieren hat man wenn man links läuft, was aber auch keine Garantie gibt. Hinzu kommt das sie auch nicht im Traum daran denken jemanden (nicht nur euch) Platz zu geben. So wird halt der gesamte Weg genutzt, auch wenn ihr vorbei wollt. Dann kassiert man gerne mal einen mit der Schulter. Wie gesagt Sinn und Zweck hinter der Sache habe ich noch nicht so richtig erkannt :)

Mittwoch, 13. Juni 2012

ITTF-Tunier Ozeaniens, Ankunft der Wakas und ein Haufen Arbeit

Viele Grüße an all die Leser, leider habe ich es erst heute geschafft einen Blogeintrag zu erstellen, da ich die letzten 4 Tage eigentlich nur außer Haus war. Aber alles der Reihe nach.
Zuerst einmal, wuhu Fussball :), bin zwar der Einzige der hier schaut, aber mit einem kühlen Bierchen vergisst man das sehr schnell wieder.
Aber was habe ich die letzte 1 1/2 Woche so getrieben. Letzte Woche war ich mehrmals bei dem internationalen Tischtennisturnier Ozeaniens. Es war kostenlos und man konnte einige (leider wenige) gute Spiele verfolgen. Es wurde am Ende auch eher ein Kampf Neuseelands gegen Australien. Ab und zu konnten Nauru oder die Salomonen dazwischen funken, dies geschah aber eher mangels Teilnehmer als durch schlagende Argumente. Trotzdem war es eine nette Abwechslung. Bilder habe ich nicht gemacht, da ich denke Tischtennis sieht genauso aus in Europa ;). Daneben bin ich noch etwas in Suva umhergelaufen und habe neue Ecken entdeckt, ehe es dann am Samstag richtig losging.
Die halbe Gruppe war zu der Zeit schon in Levuka (alte Hauptstadt Fidschis und ehemaliges Piratennest) um die 7 Wakas (Kanus) zu empfangen, die aus Fidschi, Salomonen, Papua-Neuginea, Cook-Inseln, Samoa, Tonga und Tahiti kommen, dazu stammen einige Besatzungsmitglieder aus Hawaii, Neuseeland, Nauru, Marschall-Inseln, Niue, Kiribati, Schweden! und Vanuatu. Vielleicht habe ich auch etwas durcheinander gebracht mit den Hauptbooten, man möge es mir verzeihen. Diese Boote reisen jedes Jahr für 1 Jahr durch den Pazifik und bringen die Kulturen der Pazifikvölker in die verschiedenen Länder (z.B. Mexiko, USA, Costa Rica etc.). Auf ihrem vorletzten Stop sind sie nun in Fidschi, ehe es in die Salomon-Inseln geht zum Pazifik Arts Festival in 3 Wochen.
Ich hatte derweilen mit Lambert, Small Maka, Cynthia und Josi das Fiji Museum eingerichtete, um ein bankett für die privaten Ärzte in Fidschi vorzubereiten. Am Abend gab es dann zur Belohnung leckeres essen und zu trinken. Danach wurde noch bis 1 abgebaut ehe es dann gleich am Sonntag weiterging. Hier war dann der 2. Tag der Ärzteveranstaltung in Tapoo City (größtes Einkaufshaus Fidschis). Wo auch wieder die restliche Gruppe in Suva aufschlug. Alle waren durchgefrohren und durchnässt, da sie direkt mit dem Boot aus Levuka kamen und keine trockenen Sachen mehr hatten, bis auf ihre Kostüme :). Hier wurde dann wieder performtehe es dann am Abend ins Bett ging, um für den nächsten Tag (Queens Birthday) früh am morgen fit zu sein. Die Wakas sollten am Suva Point gegen 10 früh dasein und vorher hieß es noch aufbauen.
Am nächsten morgen dann hab ich seit langem mal wieder mein volles Fidschi-Outfit angezogen (Krawatte, Bula-Shirt und Sulu) und habe schnell mit aufgebaut. Während dieser Zeit kamen auch Susan und Perry, meine kurzzeitigen Gasteltern zur Veranstaltung und ich habe mich ein wenig mit ihnen ausgetauscht, da auch sie in 1 Monat zurück nach Australien gehen. Danach baute sich langsam so eine Art Volksfest auf. Militärorchester, Karateclub, Kavazeremonie, Pacifik-Voice Chor, Rako-Tänzer und Musiker unsw. und so fort. Die Wakas kamen pünktlich und mit ihnen hörte es auch zum Glück auf in Strömen zu regnen. Sie wurden traditionell mit Blumenkranz von (meiner Meinung nach) fast ausschliesslich polynesischen Frauen oder europäisch abstammenden Frauen begrüßt, was in Fidschi eher die Minderheiten sind. Danach gab es große offizielle Veranstaltungen und man konnte die Boote besichtigen. Wir haben dann noch ein Segel vom Fidschi-Boot mitgenommen, um es am nächsten Tag zu verwenden.
Am Abend kam es zu einer Infoveranstaltung in der USP (University of South Pacific), wo einer der Hauptdarsteller den Film Whale Rider vorstellte. Das Beste daran, war Freibier und Freiessen, da ich leider der Einzige war von meiner Gruppe der da war :).
Gestern nun kam es zum größten Programmpunkt der Waka-Woche für Rako. Wir haben das Fiji Museum umgestaltet mit einem Ausstellungsraum für die Wakas und einer Kunstausstellung. Lambert war hier auch wieder zugegen, da er einer der größten Künstler Fidschis ist. Auf diese Weise hatte ich auch Kunstgemälde im wert von mehreren tausend Euro! in der Hand :). War auf jedenfall eine spannende Sache. Draußen wurde das Museum komplett umgeschmückt (mit Fidschi-Waka-Segel) und die Soundanlage aufgebaut für die abentliche Ausstellung und Eröffnung. Es wurde den ganzen Tag gehämmert, dekoriert und geschwizt, was eher untypisch hier in Fidschi ist. Kurz vor Beginn hatten wir es dann auch endlich geschafft und es kamen auch der Catering-Service. Hier lief dann eher alles spontan ab, am Ende bin ich als Kellner umhergelaufen und habe die Gäste bedient, was für die meisten ziemlich überraschend war, einen "Weißen" beim bedienen zu sehen.
Nach getaner Abend und Auftritt sind alle halb Tod zusammengefallen und haben sich über die Reste hergemacht. Es wurde noch schnell abgebaut ehe es dann für die letzten gegen 24 Uhr nach Hause ging.
Heute wird dann eine weitere Veranstaltung stattfinden, die Sulu-Nacht in der Discothek Traps. Hierfür haben alle Rako-Mitglieder Freikarten bekommen (was mich einschließt *freu*), um dann auch so mit den Waka-Crews in Kontakt zu kommen. Donnerstag wird dann ein Ruhetag sein ehe es am Freitag weiter im Programm geht.
Schlussendlich ist es eine sehr anstrengende Woche, aber auch wirklich schön, da man so viel neues erlebt.

Montag, 4. Juni 2012

Pacific Harbour und Vodafone

So jetzt ist es nicht einmal mehr eine Woche bis zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Diesesmal wird es für mich wohl mehrere "Nachtschichten" geben, um spannende Fussballspiele mitzuerleben. Leider ist hier in Fidschi, Fussball nicht besonders groß geschrieben und wird eher von den hindisprechenden Fidschianern betrieben. Der Nationalsport ist und bleibt Rugby, aber ich bin froh das die EM ins Programm von Fiji One aufgenommen wurde. Damit kommt ein Stück Heimat ans andere Ende der Welt :). Ich werde leider auch das komplette Turnier nur so verfolgen können, da ich erst 1 Woche nach Ende wieder heimige Erde betreten werde.
Aber was ist seit Donnerstag passiert? Nicht besonders viel, die Suche nach einem neuen Platz bestimmt die Hauptarbeit. Ohne Platz ist es etwas schwierig zu arbeiten, man verlegt sich auf Plätze bei Mitgliedern und übt im Wohnzimmer. Aber besser als nichts :). Dazu kommt das die Kommunikation sich nun schwieriger gestaltet, da sich mein Handy mal wieder gesagt hat, nö der Touchscreen brauch nicht mehr zu touchen... Was es mir unmöglich macht SMS zu lesen oder jemanden anzurufen. Wenigstens eingehende Anrufe funktionieren noch und für den letzten Monat werde ich auch kein Geld mehr für ein Überseehandy ausgeben.
Am Freitag wurde ich dann von meiner Mentorin Josi angerufen, um an einer Vodafone-Kampagne teilzunehmen und das neue Gesicht für die Western Division in Fidschi zu werden :) ja ich bin jetzt ein Star *g*, naja war ganz lustig.
Am nächsten Tag wurde ich dann von Kent kurzfristig auf einen Ausflug nach Pacific Harbour mit Magnus, Matt und Kathi eingeladen. Ich kam zum erstenmal wieder an einen Strand, seit Galoa, wers glaubt oder nicht. War schön einmal wieder Suva zu verlassen und das Katalogfidschi zu sehen, auch wenn ich sagen muss irgendwie hab ich wohl schon genug Strand gesehen :) war irgendwie nichts besonderes. Auch in unserer Unterkunft waren ein Haufen Deutscher, was mich echt verblüfft hat, ich mich aber so gut wie gar nicht mit ihnen ausgetauscht habe. Am Sonntag ging es dann wieder zurück nach Suva um Schlaf nachzuholen :)
Ja das war es erstmal soweit, mal schauen was diese Woche so bringen mag :)