Viele Grüße an all die Leser, leider habe ich es erst heute geschafft einen Blogeintrag zu erstellen, da ich die letzten 4 Tage eigentlich nur außer Haus war. Aber alles der Reihe nach.
Zuerst einmal, wuhu Fussball :), bin zwar der Einzige der hier schaut, aber mit einem kühlen Bierchen vergisst man das sehr schnell wieder.
Aber was habe ich die letzte 1 1/2 Woche so getrieben. Letzte Woche war ich mehrmals bei dem internationalen Tischtennisturnier Ozeaniens. Es war kostenlos und man konnte einige (leider wenige) gute Spiele verfolgen. Es wurde am Ende auch eher ein Kampf Neuseelands gegen Australien. Ab und zu konnten Nauru oder die Salomonen dazwischen funken, dies geschah aber eher mangels Teilnehmer als durch schlagende Argumente. Trotzdem war es eine nette Abwechslung. Bilder habe ich nicht gemacht, da ich denke Tischtennis sieht genauso aus in Europa ;). Daneben bin ich noch etwas in Suva umhergelaufen und habe neue Ecken entdeckt, ehe es dann am Samstag richtig losging.
Die halbe Gruppe war zu der Zeit schon in Levuka (alte Hauptstadt Fidschis und ehemaliges Piratennest) um die 7 Wakas (Kanus) zu empfangen, die aus Fidschi, Salomonen, Papua-Neuginea, Cook-Inseln, Samoa, Tonga und Tahiti kommen, dazu stammen einige Besatzungsmitglieder aus Hawaii, Neuseeland, Nauru, Marschall-Inseln, Niue, Kiribati, Schweden! und Vanuatu. Vielleicht habe ich auch etwas durcheinander gebracht mit den Hauptbooten, man möge es mir verzeihen. Diese Boote reisen jedes Jahr für 1 Jahr durch den Pazifik und bringen die Kulturen der Pazifikvölker in die verschiedenen Länder (z.B. Mexiko, USA, Costa Rica etc.). Auf ihrem vorletzten Stop sind sie nun in Fidschi, ehe es in die Salomon-Inseln geht zum Pazifik Arts Festival in 3 Wochen.
Ich hatte derweilen mit Lambert, Small Maka, Cynthia und Josi das Fiji Museum eingerichtete, um ein bankett für die privaten Ärzte in Fidschi vorzubereiten. Am Abend gab es dann zur Belohnung leckeres essen und zu trinken. Danach wurde noch bis 1 abgebaut ehe es dann gleich am Sonntag weiterging. Hier war dann der 2. Tag der Ärzteveranstaltung in Tapoo City (größtes Einkaufshaus Fidschis). Wo auch wieder die restliche Gruppe in Suva aufschlug. Alle waren durchgefrohren und durchnässt, da sie direkt mit dem Boot aus Levuka kamen und keine trockenen Sachen mehr hatten, bis auf ihre Kostüme :). Hier wurde dann wieder performtehe es dann am Abend ins Bett ging, um für den nächsten Tag (Queens Birthday) früh am morgen fit zu sein. Die Wakas sollten am Suva Point gegen 10 früh dasein und vorher hieß es noch aufbauen.
Am nächsten morgen dann hab ich seit langem mal wieder mein volles Fidschi-Outfit angezogen (Krawatte, Bula-Shirt und Sulu) und habe schnell mit aufgebaut. Während dieser Zeit kamen auch Susan und Perry, meine kurzzeitigen Gasteltern zur Veranstaltung und ich habe mich ein wenig mit ihnen ausgetauscht, da auch sie in 1 Monat zurück nach Australien gehen. Danach baute sich langsam so eine Art Volksfest auf. Militärorchester, Karateclub, Kavazeremonie, Pacifik-Voice Chor, Rako-Tänzer und Musiker unsw. und so fort. Die Wakas kamen pünktlich und mit ihnen hörte es auch zum Glück auf in Strömen zu regnen. Sie wurden traditionell mit Blumenkranz von (meiner Meinung nach) fast ausschliesslich polynesischen Frauen oder europäisch abstammenden Frauen begrüßt, was in Fidschi eher die Minderheiten sind. Danach gab es große offizielle Veranstaltungen und man konnte die Boote besichtigen. Wir haben dann noch ein Segel vom Fidschi-Boot mitgenommen, um es am nächsten Tag zu verwenden.
Am Abend kam es zu einer Infoveranstaltung in der USP (University of South Pacific), wo einer der Hauptdarsteller den Film Whale Rider vorstellte. Das Beste daran, war Freibier und Freiessen, da ich leider der Einzige war von meiner Gruppe der da war :).
Gestern nun kam es zum größten Programmpunkt der Waka-Woche für Rako. Wir haben das Fiji Museum umgestaltet mit einem Ausstellungsraum für die Wakas und einer Kunstausstellung. Lambert war hier auch wieder zugegen, da er einer der größten Künstler Fidschis ist. Auf diese Weise hatte ich auch Kunstgemälde im wert von mehreren tausend Euro! in der Hand :). War auf jedenfall eine spannende Sache. Draußen wurde das Museum komplett umgeschmückt (mit Fidschi-Waka-Segel) und die Soundanlage aufgebaut für die abentliche Ausstellung und Eröffnung. Es wurde den ganzen Tag gehämmert, dekoriert und geschwizt, was eher untypisch hier in Fidschi ist. Kurz vor Beginn hatten wir es dann auch endlich geschafft und es kamen auch der Catering-Service. Hier lief dann eher alles spontan ab, am Ende bin ich als Kellner umhergelaufen und habe die Gäste bedient, was für die meisten ziemlich überraschend war, einen "Weißen" beim bedienen zu sehen.
Nach getaner Abend und Auftritt sind alle halb Tod zusammengefallen und haben sich über die Reste hergemacht. Es wurde noch schnell abgebaut ehe es dann für die letzten gegen 24 Uhr nach Hause ging.
Heute wird dann eine weitere Veranstaltung stattfinden, die Sulu-Nacht in der Discothek Traps. Hierfür haben alle Rako-Mitglieder Freikarten bekommen (was mich einschließt *freu*), um dann auch so mit den Waka-Crews in Kontakt zu kommen. Donnerstag wird dann ein Ruhetag sein ehe es am Freitag weiter im Programm geht.
Schlussendlich ist es eine sehr anstrengende Woche, aber auch wirklich schön, da man so viel neues erlebt.
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