Montag, 8. Oktober 2012

Nachbereitungsseminar und Schlusswort

So an der Stelle wird dieser Blog dann sein Ende finden. Letzte Woche vom 3.10. bis 7.10 fand mein Nachbereitungsseminar in Köln statt. Hier traf ich nochmal auf den Großteil der Freiwilligen, die ich letztes Jahr zum Auswahl- bzw. Vorbereitungsseminar getroffen hatte.
Die Unterbringung war zwar Platztechnisch nicht die Beste, aber man hatte ja in dem Jahr Genügsamkeit gelernt. Es wurde viel geredet und sich ausgetauscht. Ich finde es immernoch erstaunlich wie gut die Gruppe funktionierte, innere Streitigkeiten gab es wenn nur sehr punktuell, was bei 25 Personen schon relativ selten vorkommt.
Es wurde noch einmal viel reflektiert und Material ausgetauscht was so erlebt wurde. Es wurden Ausblicke gegeben und zum Abschluss kamen noch die Workcampleiter, worauf ein Filmmarathon startete. Schlussendlich kam es dann zum wohl endgültigen Auseinandergehen von uns. Die meisten beginnen mit ihrem Studium und ich alter Sack hatte dieses Kapitel ja schon hinter mir.
Bleibt mir nur zu sagen, das nun das Auslandsjahr für mich einen Abschluss gefunden hat und nun engültig nach vorne geschaut wird. Ich habe vieles gelernt, was andere Kulturen, Menschen, mich selber angeht, in positiver wie auch in negativer Hinsicht. Ich möchte diese Erfahrungen nicht missen.
Mir bleibt nur noch zu sagen vielen lieben Dank für alle die diesen Blog gelesen haben und mein Jahr begleitet haben.
Ich hoffe ich konnte euch durch meine Augen zeigen wie ich es hier wahrgenommen habe, auch wenn oft eine schöne Spur Sarkasmus drin ist. Andere nehmen es vielleicht anders war, für mich bleibt halt nur zu sagen, dass es fair ist das jeder eine größtmögliche Chance hat zu offenen Informationen über ein zukünftiges Projekt oder einen Freiwilligendienst. Den offener Umgang mit Kritik ist besser, als nur verschönigte oder fehlende Informationen.
Daher betrachtet diesen Blog als eine wichtige Quelle von Informationen, die schlussendlich aber von einem Individuum nämlich mir geschrieben wurde und daher sicherlich an den einen oder anderen Stellen subjektiv geschrieben wurde, wie kann es denn anders möglich sein.
Trotzdem hoffe ich es hat euch Spaß gemacht!

In den nächsten Monaten mache ich mich noch daran ein Video zu erstellen, das dann hier auch noch öffentlich gestellt wird. Ansonsten war es das erstmal!


Sonntag, 23. September 2012

Abschlusspost

Ja ich weiß, viele haben schon früher erwartet einen endgültigen Post zu erlangen. Wie alles abgelaufen ist etc. und wie meine letzten Schritten waren in Fidschi.
Nun gut was lange wärt wird endlich gut. Die letzte Woche war wie erwartet verlaufen. Der Feuertanz ist natürlich nicht zur angegebenen Uhrzeit passiert. Aber ich habe ihn zum Glück noch einmal am letzten Dienstag vor meinem Abflug sehen können, und ich muss sagen es hat sich gelohnt. Es verlief zwar oft nicht fehlerlos, aber trotzdem war es beeindruckend, auch wenn am Ende so manches Haar und Haut ein wenig angesenkt war.
Am letzten Wochenende war ich noch einmal zu Hause bei einigen der Tänzer eingeladen und es gab einmal wieder eine gemütliche Kavarunde, die sich dank des zukaufes weiteren Kavas immer weiter hinauszögerte. Am Ende wurde ich wieder auf die Schultern geklopft wieviel Kava ich doch trinken könne, da die meisten schon ausgestiegen waren (komisch auf Galoa gab es diese Bemerkungen nie).
Nunja ansonsten verlief die letzte Woche eigentlich sehr schön. Ich habe mich noch einmal von allen lieb gewonnen in Suva verabschiedet, es gab kleinere Präsente für mich und auch von mir für die anderen. Kent hat versprochen wenn er in Europa ist auch einmal vorbei zu schauen und meine Gruppe will unbedingt einmal in Deutschland auftreten :)
Am letzten Tag meines Aufenthaltes gab es dann auch noch eine Abschiedsfeier im Trainingszentrum, hier war aber Kava und Alkohol verboten (Bahaicenter!), daher sind wir dann noch zu Paul und Tila nach Hause gefahren, wo ich komplett neu eingekleidet wurde und es wieder einmal viel Kava gab und wir Tilas Sohn Skat beigebracht haben. Am nächsten Morgen fuhren wir dann nach Suva zurück und ich kaufte mir noch etwas Kava für Deutschland. Zu Hause wurde schnell gepackt und noch von meiner Gastfamilie verabschiedet. Ehe ich dann ganz Fijitypisch 10 Minuten zu spät zu meinem Bus geschlendert kam. Die Gruppe hatte den Bus für mich aufgehalten und nur bemerkt das ich wohl schon ein größerer Fidschianer geworden bin als sie selbst.
Danach kamen die letzten Umarmungen und abschiedsfotos ehe ich zum Flughafen aufbrach, hier übernachtete ich sehr bequem auf ein paar sitzen, um gleich frühs meinen Flieger nicht zu verpassen. Dann ging es los gen Südkorea.
Ganz ehrlich wäre ich direkt aus meiner Insel nach Incheon aufgebrochen wäre ich wohl geschockt gewesen. Unterbringung war top 5 Sterne Hotel, dinieren im 19. Stock. Zimmer Essen etc. alles vom feinsten. Ich bin früh schlafen gegangen um frühs noch ein paar Stunden Zeit zu haben um mir Incheon anzuschauen, wirklich eine sehr schöne Planstadt.
Letztendlich ging es dann nach Deutschland, welch Freude.

abschliessend habe ich hier noch ein Bild von meiner Vodafone-Werbung. Wer also demnächst nach Fidschi kommt, findet mich auf der Verpackung sollte er sich für Vodafone entscheiden ;).

Dieser Bericht soll aber nicht der letzte sein, da Anfang Oktober noch das Nachbereitungsseminar ansteht, dann kommt noch einmal ein Abschlussbericht und wie ich mch soweit eingelebt habe.


Sonntag, 8. Juli 2012

Ankunft

So Ich bin gestern 17:34 Ortszeit auf dem Frankfurter Flughafen wieder in Deutschland gelandet. Diese Nachricht soll nur erstmal dafür dienen das jeder weiß, es geht mir gut. Ausführlicher Bericht über die letzten Tage folgt demnächst.

Montag, 2. Juli 2012

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum

So nun ist es soweit, dies wird mein voraussichtlich letzter Blogeintrag aus Fidschi werden. Ich weiße schon einmal daraufhin, dass dieser Eintrag höchstwahrscheinlich einer der längsten bzw. der längste Eintrag bisher werden wird. Daher bitte ich um Geduld, oder wem es zu anstrengend ist einfach weiterblättern. Ich hoffe auch ich werde es noch einigermaßen übersichtlich hinbekommen.

Als erstes aber erstmal, altgewohnt und wie jede gute Serie anfängt, was bisher geschah :):

Der erste wirkliche Abschied ist gekommen, meine Gastmutter hat in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag Suva verlassen, um nach Honiara zu fliegen (Salomonen). Sie wird erst rund eine Woche nach meinem Abflug wieder Suva erreichen, daher werde ich sie nicht mehr sehen.
Am selbigen Abend ging es noch mit Kent, Kathi und Miyu (UN-Volunteers bzw. Arbeiter) zum Abschiedessen von Kathi. Sie wird ebenfalls Fidschi nach rund 2 Monaten verlassen und schon am Dienstag nach Suva aufbrechen, allerdings fliegt sie erst 3 Tage nach mir zurück in die Staaten.
Am Donnerstag hat mich Kent auch einmal zu unseren Übungsstunden begleitet, der Arme wurde auch gleich ziemlich hart rangenommen. Ich denke an diesem Abend konnte er einige Muskeln spüren, wo er vorher nicht einmal wusste dass er sie hat. An diesem Tag hatte ich auch erfahren, dass meine Gruppe nun für ein Resort in Nadi angeheurt wurde. Das bedeutet geregeltes Einkommen und ein Stückweit Zukunfts- und Planungssicherheit (2 relative Fremdwörter hier in Fidschi).
Freitag war dann relativ unspektakulär, da wieder einmal der Streichteufel unterwegs war. Ursprünglich war es geplant mit Jenis und Jennifer zu einer indischen Hochzeit zu gehen, allerdings wurde dies 3 Stunden davor wieder gestrichen. Tja Leider :(.
Am Samstag früh hieß es dann zu einer rotumanischen Versammlung zu gehen in der rotumanischen Kirche. Meine Gruppe hatte hier einen Auftritt. Hier muss ich leider sagen, dass ich erstmals in Fidschi verschlafen habe. Und wie der Zufall es so wollte wurde ausgerechnet an dem Tag erstmals eine Veranstaltung pünktlich in Fidschi begonnen. Ja wenn es schief läuft dann so richtig :). Aber ich war rechtzeitig zur Buffeteröffnung anwesend *g*. Was mich erstaunt hat war das Laudan (eine der Tänzerinnen) von sich aus mir alles erklärt hat was abläuft und warum die Rotumanen gerade alles so machen. Bisher musste ich eigentlich immer alles aus der Nase herausziehen und meinen Weg durch alle Halbwahrheiten schlagen, um auf den Pfad der Erleuchtung zu finden. Also mal eine nette Abwechslung alles auf dem goldenen Tablett serviert zu bekommen.
Danach hieß es erstmal Siesta machen, um dann abends kurzfristig auf eine Geburtsagsfeier eingeladen zu werden. Geburtsagsfeier, wenn nicht der 1., 18. oder 21. bedeutet in Fidschi aber lediglich, packt die Tanoa (Kavaschüssel) aus und mixt was das Zeug hält. Naja ich fühlte mich an Galoa zurückerinnert, es wurde gesungen, Karten gespielt und Kava getrunken. Mit dem Unterschied das aber viel geredet wurde und darüber spekuliert wurde wie man mir einen würdigen Abschied bereiten kann. Naja ich lass mich überraschen, es kann sicherlich auch passieren, das nichts passiert. Erwartungen sind der erste Schritt zu Enttäuschung, dass muss man hier leider wirklich immerwieder sehr schmerzlich erleben ;). Achja zum Geburtstagskind, es verließ bereits nach 1-2 Stunden die Feierlichkeiten, das ließ den Kavarunden aber keinen Abbruch bescheiden, im Gegenteil es wurde noch nachgekauft.
Zum Sonntag lässt sich noch so viel sagen, dass ich mich mit Kent und 2 anderen Japanern zum Tennis spielen verabredet habe. Nachdem wir uns in der Mittagssonne 1 stunde die Bälle um die Ohren gehauen haben, waren wir auch genügend ausgepowert. Auch wenn hier in Fidschi derzeit Winter und der kälteste Monat ist heißt das wirklich nichts, oder würdet ihr 25 Grad Mindesttemperatur als Winter bezeichnen? Heute ging es auch wieder über die 30.
Ja das war dann der letzte Sonntag, heute habe ich noch schnell die letzten Sache eingekauft und auch mein Busticket für Donnerstag gekauft. Der abschied an für sich wird also langsam wirklich real und greifbar. Dazu habe ich auch langsam damit begonnen zu packen und überlege was ich wem hierlasse.

Nun habe ich mir noch überlegt wie ich am Besten den letzten Eintrag abschliessen kann. Ich denke es ist am Besten abzuschliessen in der Form eines Interviews. Um es nicht zu einem Selbstgespräch werden zu lassen, ist die rasende Reporterin Karla Kolumna auf einem Charterflug vorbeigekommen ;).

Karla: "Herr Eichhorn..."
Ich: "Sie dürfen Falk sagen."
Karla: "Ok Falk oder sollte ich besser Frank sagen ihren normalen Namen hier in Fidschi, ich bin Karla. Wie fühlen sie sich nach fast 11 Monaten in Fidschi? Schauen sie voraus wieder nach Deutschland zu kommen oder würden sie gerne länger bleiben?"
Ich: "Ja wie ich mich fühle, ist ein wenig komisch zu beschreiben. Man hat sich irgendwie an Suva gewöhnt, an seine Menschen und an das Verhalten, was bisweilen ziemlich skuril ist für Leute von Übersee. Vielleicht bekomme ich eher einen Kulturschock wenn ich wieder in Deutschland bin und werde erst dann merken wieviel ich hier mitbekommen habe. Es wird sicherlich wieder komisch sein, das die Leute auch so handeln nachdem was sie sagen und nicht nur mit leeren Floskeln um sich schmeißen. Aber alles in allem freue ich mich auf zu Hause und kann es kaum erwarten :).
Daher auch auf die Frage ob ich länger bleiben möchte, ein klares nein. Rückblickend muss ich sagen, 1 Jahr ist ziemlich lang, aber vielleicht auch notwendig um alles verabreiten zu können und mit der neuen Kultur umgehen zu können. Ich trauere eher ein wenig dem nach dass ich nicht früher die Leute hier in Suva kennen gelernt habe, aber wie sagt man so schön, lieber spät als nie :)."
Karla: "Sie wollen also lieber die Erfahrung auf Galoa missen und zukünftigen Leuten mehr Suva empfehlen?"
Ich: "Hmm das ist eine interressante Frage. Also es ist sicherlich in Suva leichter sich einzuleben. Die Leute haben mehr Erfahrung mit fremden Kulturen, man hat Strom, ein Handynetz und fliessend Wasser. Aber das ist nicht wirklich wichtig würde ich sagen. Ich kann sagen die Erfahrungen auf der Insel haben mich sicherlich geprägt. Bekanntlich lernt man ja aus den schlechten am meisten. Ich denke die wichtigste Erkenntnis daraus ist, es kommt weniger auf den Bildungsstand eines Menschen an (auch wenn Bildung sicherlich wichtig ist), vielmehr kommt es auf sein Herz an. Hier in Suva hatte ich auch mit vielen "ungebildeten" (damit mein ich nicht dummen") Menschen zu tun, die aber ein freundliches Herz hatten. Wenn aber das Herz verdorben ist gemixt mit Unwissenheit, dann wird es schwierig mit dem Menschen umzugehen.
Ausserdem lernte ich während der Zeit jede kleine Geste umso mehr zu schätzen."
Karla: "Also sagen sie damit, man kann auch auf einer Müllkippe glücklich werden, insofern die Menschen um einen herum freundlich sind?"
Ich: "Ja so in der Art."
Karla: "Was hat sie denn am meisten gestörrt während ihrer Zeit in Fidschi?"
Ich: "Ich glaube das Wort tradition. Das kann ich leider echt nicht mehr hören. Überall wurde es als Entschuldigung verwendet, um sein Verhalten zu rechtfertigen. Und wenn Tradition als Grund benutzt wird sich nicht persönlich weiterzuentwickeln und im Gegenteil mehr und mehr zu verrohen, dann hört das Verständiss auf. Leider sind viele Traditionen hier auch gar keine Traditionen, sondern einfach Hirngespinste die sie sich erdacht haben, um ihr Leben zu vereinfachen.
Für mich selber sehe ich Tradition zwar wichtig an, aber wenn man sich Traditionen genauer anschaut, seien sie auch noch so alt, so waren sie doch zu einem gewissen Zeitpunkt ein Fortschritt in der Gesellschaft. Daher ist jede tradition ein Fortschritt und sollte nicht dazu dienen denselben zu behindern, da sie zu Beginn selber innovative Neuheiten waren."
Karla: "Was war das schönste Erlebnis?"
Ich: "Hmm schwer zu sagen, da gab es sicherlich sehr viele. Mir hat es Spaß gemacht zwischenzeitlich auf Jobsuche zu gehen, in einem fremden Land eine total neue Erfahrung, noch dazu nicht inder Muttersprache. Oder das Fischen wenn ich auch leider nur 4mal war. Das Outer Riff war auch spektakulär oder die Auftritte oder einfachen Übungen mit Rako. Ich kann mich da nicht genau festlegen."
Karla: "Ok danke, wie würden sie denn das Leben in Suva beschreiben? Ist es eher sicher?"
Ich: "Also wenn man sich daran gewöhnt hat das jeden Tag ca. 20 Jumbojets im Zimmer landen, dann ist es eigentlich ganz ok (Anm. d. R. Busse die vor dem Haus langfahren). Die Fahrweise hier in Fidschi muss man wirklich loben. Verglichen mit anderen Ländern, ausgenommen Deutschland, fahren sie wirklich gut und halten sich sher gut an Straßenregeln.
Was die Sicherheit angeht, kann ich nur von mir persönlich reden. Ich fühle mich sicher hier in Suva. Ich bin auch des öfteren allein nachts durch die Straßen gelaufen ohne das etwas passiert ist. Allerdings würde ich das nicht für Frauen empfehlen, da ist ein Taxi immernoch die sicherste Variante."
Karla: "Hat dich das Leben hier verändert?"
Ich: "Ich denke das sollten andere beurteilen, ich würde eher sagen es hat mich geprägt."
Karla: "Wie würdest du den typischen Fidschianer beschreiben?"
Ich: "Hmm ohne einen Stereotypen heraufzubeschwören, aber um das Gefühl am besten herüberzugeben. Kauft eine fahrbare Wand, malt ein Gesicht mit einem fetten Grinsen darauf (Bulasmile) und bindet an einen Strick 2 bewegbare Augenbrauen. Dann redet mit der Wand und bewegt die Augenbrauen. Dann bekommt ihr das Gefühl wie es hier ist. Das soll nicht hart klingen, aber wenn man sich daran gewöhnt hat lernt man das leben hier zu schätzen."
Karla: "Ok danke ein bildicher Vergleich. Vielleicht abschliessend noch eine letzte Frage. Würdest du weltwärts wieder machen?"
Ich: "Ein klares Nein. Also ich möchte damit sagen, einmal ist wirklich genug. Ich möchte das Jahr nicht missen, aber noch einmal unentgeldlich zu arbeiten und in einer Gastfamilie untergebracht zu werden, das muss nicht sein, auch wenn die letzten 3 Monate wirklich besser waren als die ersten. Letztendlich möchte ich jetzt langsam auf eigenen Füßen stehen und mein eigenes Leben aufbauen, mit den Erfahrungen die ich bisher gesammelt habe.
Aber für andere würde ich es empfehlen, auch wenn es bisweilen sehr hart ist und einen an seine eigenen Grenzen führt, hilft es doch sehr den Horizont zu erweitern."
Karla: "Ok vielen Dank für das Interview und viel Glück für die letzten Tage in Fidschi und einen guten Heimflug!"
Ich: "Danke und bis bald in Deutschland!"

Ich hoffe ich konnte so die wichtigsten Fragen etwas aufklären. Sicherlich habe ich noch einige vergessen, aber ich möchte nicht zu sehr langweilen :).

Abschliessend noch 2 Fotos die meinen Werdegang vielleicht am Besten wiedergeben. Ich habe bewusst bis jetzt darauf verzichtet sie zu veröffentlichen, um niemanden zu beunruhigen. Auf dem bin ich in der ersten Woche in Suva (Fettie!) und auf dem anderen 1 Tag bevor ich Galoa verlassen habe. Also 3 1/2 Monate alt, also keine Angst ich lebe ja noch ;).


















Ansonsten bleibt mir nur sagen, auf ein baldiges Wiedersehen! In 1 Woche hat mich Deutschland wieder, dann wird sicherlich noch ein kleiner Abschlusseintrag folgen mit einem schönen Abschlussbild :)

Montag, 25. Juni 2012

Beginn der Abschiedsrunden, BSP Life erster Jahrestag und Vereinigung

So hier bin ich mal wieder mit dem wöchentlichen Report, was so hier passiert. Da ich nun nur noch 11 Tage in Fidschi habe kommt es nun unvermeindlich mit einigen Leuten zu den ersten Abschiedsfeiern. Die erste war mit meiner Gastfamilie, da meine Gastmutter am Donnerstag zu den Salomonen fliegt und erst nach meiner Abreise zurückkehren wird. Am Wochenende war daher die letzte Gelegenheit alle zusammen zu bekommen. Daher habe ich mit meinen japanischen Kollegen Kent (um ihn ein wenig kochen beizubringen) ein 3-Gänge-Menü angerichtet und alle zusammen an einen Tisch bekommen. Dort konnte ich noch einmal danke sagen dafür das sie mich aufgenommen haben. Der richtige Abschied kommt dann am Donnerstag noch einmal und vom Rest nächste Woche.
Am Sonntag war dann auch das letztemal Fussballspielen mit den Japanern, da nächste Woche Sonntag kein Training angesetzt wird. Ich habe mich aber noch einmal mit 3 anderen seperat zum Tennis verabredet nächste Woche, um auch noch ein wenig Bewegung zu bekommen am nächsten Wochenende.
Bei der Arbeit stand letzte Woche vor allem das Showprogramm zum 1 Jahrestag von BSP Life (Lebensversicherung einer örtlichen Bank) auf dem Programm. Hierfür war dann die Hauptfeierlichkeit am Mittwoch angesetzt. Wir haben das Forum Sekretariat eingerichtet und auch am gleichen Tag wieder abgebaut. Was hieß von früh 9 Uhr durchgängig bis abends 23 Uhr malern, hauen und schwitzen :). Am Ende waren alle zufrieden und der Veranstalter will Rako weiterempfehlen. Was wohl ein guter Lohn ist :).
Am Donnerstag kam es dann im Rahmen des französischen Musikfestivals am Museum zur erstmaligen Vereinigung der 3 großen Tanz- und Muskigruppen Fidschis VOU, Oceania und Rako in Form einer 10-minütigen Aufführung. Danach traten Künstler aus Fidschi, Vanuatu und Neukaledonien auf.
Ansonsten ist rückt nun wirklich der Abschied immer näher da ich schon sagen kann nächste Woche meine Abreise ansteht :). Was heißt wieder 31 Stunden unterwegs zu sein eh ich in good old germany ankomme.

Und noch einmal was aus dem Skurrilitätenkabinett:

Mittlerweile habe ich mich an dieses Verhalten der iTaukei gewöhnt, aber für Neuankömmlinge könnte es befremdlich sein. Es passiert des öfteren das man die Straße entlang läuft und ein iTaukei nebeinen läuft, das Gesicht immer näher in das eigene gräbt und ein paar Sekunden so weiterläuft. Man sieht förmlich wie es im Gehirn arbeitet. Dann gibt es 2 Varianten: Variante A: Er senkt den Kopf wieder und läuft seines Weges. Variante B: Er schmettert euch ein Bula entgegen und wartet auf eure Reaktion.
Hier habt ihr dann 2 Varianten: Variante A: Nicht reagieren und weitergehen (Beste Variante, da der gegenüber dann auch einfach weitergeht) oder Variante B: Ihr sagt auch Bula, dann wird gleich nachgelegt mit "Where are you from!" und ihr habt ihn an der Backe, aber auch hier könnt ihr dann einfach nicht reagieren.
Manchmal sag ich dann einfach Dänemark, wohlweisslich das sie das noch nie gehört haben. Dänemark ist für sie meistens eine Stadt in England, auch wenn ich sie daraufhinweise das Dänemark ein eigenes Land ist, bestehen sie darauf das es eine Stadt in England ist.
Dazu muss man sagen, das für die Fidschianer Weiße entweder aus England, USA, Australien oder Neuseeland kommen, Deutschland wird nur bedacht wenn man es sagt. Asiaten sind grundsätzlich Chinesen und Leute mit dunkler Hautfarbe sind iTaukei, so einfach ist das :)
Aber noch einmal zurück zu dem Bula. Letzte Woche war dann die Krönung, als ich mit Kent die Straße entlang lief, kam ein iTaukei die Straße entlang und sagte die ganze Zeit Excuse me, bis er wieder soweit war das er sein Gesicht in meines geschoben hat. Als ich mich zu ihm wendete kam wieder ein Bula geschmettert und er lief einfach weiter. Wie gesagt einfach nicht drüber nachdenken und drüber lachen :)
Ich denke iTaukei haben einfach ihre Routinen die man ihnen lässt. Bei Fragen nach dem Wohlbefinden wird grundsätzlich nur der Daumen nach oben, ein gut oder die Gegenfrage wie es ihm geht erwartet. Wenn man sagt schlecht oder ich hab Probleme wird darauf nicht eingegangen, da das nicht erwartet wird ;).

So mal schauen was die letzten Tage so bringen :)

Viele Grüße nach zu Hause!

Dienstag, 19. Juni 2012

Abreise der Wakas und das seltsame Verhalten der fidschianischen Fußgänger

So jetzt kommt einmal der zweite Teil der Waka-Woche. Also am Mittwoch ging es dann zur besagten Sulu-Nacht in den Traps-Nachtclub. Auf dem Weg dorthin haben ein paar Fidschianer aus meiner Straße gedacht das mein Sulu rutschen würde. Das Ende vom Lied war das ich von 4 Personen umringt war, die alle probierten meinen Sulu in die korrekte Form zu bringen. Naja so viel zum Ausgang. Erstes Kommentar Ema in Traps:" Wir müssen dir beibringen wie du einen Sulu trägst." :)
Auch an dem Abend war ich eigentlich fast der Einzige der in korrekter Kleiderform ankam, was aber auch egal war es hat mal wieder viel Spaß gemacht und der Abend war umsonst :D.
Dann sollte eigentlich der Donnerstag frei sein, aber es wurden Tanzproben in unserem neuen zu Hause dem Bahai-Center angesetzt. Dieses Center ist nun nur noch 15 Fußminuten von dem zu Hause meiner Gastfamilie entfernt. Was ziemlich praktisch ist. Bei dieser Übung wurde ich einmal wieder genötigt mitzuproben, vom Anfang bis zum Ende. Erstaunlich ist das sie es einfach nicht aufgeben das ich nicht tanzen kann :). Ich glaube sie wollen auch ein paar Lacher haben :D
Am Freitag sollte es dann (laut meiner Info von Donnerstag Abend) nach dem Mittag zum Aufbau einer Örtlichkeit in der BSP-Bank gehen. Naja am Ende wurde ich frühs aus dem Bett geholt, weil doch eine Schulveranstaltung am Museum ist. Hier stellten die Crew der Wakas den Schulinder vor, was sie so auf ihren Reisen erlebt haben und wie man auf den Pazifik aufpassen sollte. Unsere Gruppe war dafür zuständig das Willkommensprogramm für die Klassen zu veranstalten und die Zeit zu überbrücken in der eine Klasse noch im Museum ist und die nächste noch nicht hinein konnte. Dies geschah auch schon am Donnerstag, von dem Programmpunkt wusste ich aber zu dem Zeit noch nichts ;). Naja war ganz praktisch mal wieder mit Schulkindern in Kontakt zu kommen :).
Danach ging es dann bis Abends zur BSP die Räumlichkeiten gestalten.
Am Samstag war es dann soweit, Abschiedsfeier der Wakas. Ich ging mit Kent hin, da er auch gerne die Boote sehen wollte und war etwas überrascht das nichts offizielles war. Die Boote machten sich einfach fertig und ein paar Zuschauer saßen am Hafen, das war alles. Kann man sicherlich besser machen nächstes Jahr.
Sonntag war dann wieder Fussballzeit und danach ging ich noch mit den anderen Japanern essen, ehe es dann danach wieder zur BSP ging um die letzten Feinheiten einzurichten. Dabei gingen die Luftballons etwas auf die Nerven, sie überlegten sich einfach ab und an ohne ersichtlichen grund zu platzen. Das sorgte für etwas Frust und so manchen Herzstillstand :). Naja das war dann auch geschafft.
Montag war dann der erste freie Tag seit langem wieder und ich konnte mich endlich wieder daran machen Wäsche zu waschen :), zum Glück hielt auch das Wetter aus.

Aber nun noch kurz zu einer Eigenheit beim spazieren gehen.

Hier in Fidschi ist es irgendwie ein seltsames Phänomen wenn ihr auf dem Fußgängerweg seit, egal ob es voll oder leer ist die fidschianischen Passanten gehen irgendwie immer auf eurem Weg. Der Weg kann leer sein und für 5 Mann Platz bieten, aber euer gegenüber steuert direkt auf euch zu. Das passiert ziemlich oft und nervt auch zuweilen. Auch die Fidschianer regen sich selbst darüber auf. Einen wirklichen Trick dahinter habe ich bisher nicht erkannt, höhere Wahrscheinlichkeit, das sie euch nicht passieren hat man wenn man links läuft, was aber auch keine Garantie gibt. Hinzu kommt das sie auch nicht im Traum daran denken jemanden (nicht nur euch) Platz zu geben. So wird halt der gesamte Weg genutzt, auch wenn ihr vorbei wollt. Dann kassiert man gerne mal einen mit der Schulter. Wie gesagt Sinn und Zweck hinter der Sache habe ich noch nicht so richtig erkannt :)

Mittwoch, 13. Juni 2012

ITTF-Tunier Ozeaniens, Ankunft der Wakas und ein Haufen Arbeit

Viele Grüße an all die Leser, leider habe ich es erst heute geschafft einen Blogeintrag zu erstellen, da ich die letzten 4 Tage eigentlich nur außer Haus war. Aber alles der Reihe nach.
Zuerst einmal, wuhu Fussball :), bin zwar der Einzige der hier schaut, aber mit einem kühlen Bierchen vergisst man das sehr schnell wieder.
Aber was habe ich die letzte 1 1/2 Woche so getrieben. Letzte Woche war ich mehrmals bei dem internationalen Tischtennisturnier Ozeaniens. Es war kostenlos und man konnte einige (leider wenige) gute Spiele verfolgen. Es wurde am Ende auch eher ein Kampf Neuseelands gegen Australien. Ab und zu konnten Nauru oder die Salomonen dazwischen funken, dies geschah aber eher mangels Teilnehmer als durch schlagende Argumente. Trotzdem war es eine nette Abwechslung. Bilder habe ich nicht gemacht, da ich denke Tischtennis sieht genauso aus in Europa ;). Daneben bin ich noch etwas in Suva umhergelaufen und habe neue Ecken entdeckt, ehe es dann am Samstag richtig losging.
Die halbe Gruppe war zu der Zeit schon in Levuka (alte Hauptstadt Fidschis und ehemaliges Piratennest) um die 7 Wakas (Kanus) zu empfangen, die aus Fidschi, Salomonen, Papua-Neuginea, Cook-Inseln, Samoa, Tonga und Tahiti kommen, dazu stammen einige Besatzungsmitglieder aus Hawaii, Neuseeland, Nauru, Marschall-Inseln, Niue, Kiribati, Schweden! und Vanuatu. Vielleicht habe ich auch etwas durcheinander gebracht mit den Hauptbooten, man möge es mir verzeihen. Diese Boote reisen jedes Jahr für 1 Jahr durch den Pazifik und bringen die Kulturen der Pazifikvölker in die verschiedenen Länder (z.B. Mexiko, USA, Costa Rica etc.). Auf ihrem vorletzten Stop sind sie nun in Fidschi, ehe es in die Salomon-Inseln geht zum Pazifik Arts Festival in 3 Wochen.
Ich hatte derweilen mit Lambert, Small Maka, Cynthia und Josi das Fiji Museum eingerichtete, um ein bankett für die privaten Ärzte in Fidschi vorzubereiten. Am Abend gab es dann zur Belohnung leckeres essen und zu trinken. Danach wurde noch bis 1 abgebaut ehe es dann gleich am Sonntag weiterging. Hier war dann der 2. Tag der Ärzteveranstaltung in Tapoo City (größtes Einkaufshaus Fidschis). Wo auch wieder die restliche Gruppe in Suva aufschlug. Alle waren durchgefrohren und durchnässt, da sie direkt mit dem Boot aus Levuka kamen und keine trockenen Sachen mehr hatten, bis auf ihre Kostüme :). Hier wurde dann wieder performtehe es dann am Abend ins Bett ging, um für den nächsten Tag (Queens Birthday) früh am morgen fit zu sein. Die Wakas sollten am Suva Point gegen 10 früh dasein und vorher hieß es noch aufbauen.
Am nächsten morgen dann hab ich seit langem mal wieder mein volles Fidschi-Outfit angezogen (Krawatte, Bula-Shirt und Sulu) und habe schnell mit aufgebaut. Während dieser Zeit kamen auch Susan und Perry, meine kurzzeitigen Gasteltern zur Veranstaltung und ich habe mich ein wenig mit ihnen ausgetauscht, da auch sie in 1 Monat zurück nach Australien gehen. Danach baute sich langsam so eine Art Volksfest auf. Militärorchester, Karateclub, Kavazeremonie, Pacifik-Voice Chor, Rako-Tänzer und Musiker unsw. und so fort. Die Wakas kamen pünktlich und mit ihnen hörte es auch zum Glück auf in Strömen zu regnen. Sie wurden traditionell mit Blumenkranz von (meiner Meinung nach) fast ausschliesslich polynesischen Frauen oder europäisch abstammenden Frauen begrüßt, was in Fidschi eher die Minderheiten sind. Danach gab es große offizielle Veranstaltungen und man konnte die Boote besichtigen. Wir haben dann noch ein Segel vom Fidschi-Boot mitgenommen, um es am nächsten Tag zu verwenden.
Am Abend kam es zu einer Infoveranstaltung in der USP (University of South Pacific), wo einer der Hauptdarsteller den Film Whale Rider vorstellte. Das Beste daran, war Freibier und Freiessen, da ich leider der Einzige war von meiner Gruppe der da war :).
Gestern nun kam es zum größten Programmpunkt der Waka-Woche für Rako. Wir haben das Fiji Museum umgestaltet mit einem Ausstellungsraum für die Wakas und einer Kunstausstellung. Lambert war hier auch wieder zugegen, da er einer der größten Künstler Fidschis ist. Auf diese Weise hatte ich auch Kunstgemälde im wert von mehreren tausend Euro! in der Hand :). War auf jedenfall eine spannende Sache. Draußen wurde das Museum komplett umgeschmückt (mit Fidschi-Waka-Segel) und die Soundanlage aufgebaut für die abentliche Ausstellung und Eröffnung. Es wurde den ganzen Tag gehämmert, dekoriert und geschwizt, was eher untypisch hier in Fidschi ist. Kurz vor Beginn hatten wir es dann auch endlich geschafft und es kamen auch der Catering-Service. Hier lief dann eher alles spontan ab, am Ende bin ich als Kellner umhergelaufen und habe die Gäste bedient, was für die meisten ziemlich überraschend war, einen "Weißen" beim bedienen zu sehen.
Nach getaner Abend und Auftritt sind alle halb Tod zusammengefallen und haben sich über die Reste hergemacht. Es wurde noch schnell abgebaut ehe es dann für die letzten gegen 24 Uhr nach Hause ging.
Heute wird dann eine weitere Veranstaltung stattfinden, die Sulu-Nacht in der Discothek Traps. Hierfür haben alle Rako-Mitglieder Freikarten bekommen (was mich einschließt *freu*), um dann auch so mit den Waka-Crews in Kontakt zu kommen. Donnerstag wird dann ein Ruhetag sein ehe es am Freitag weiter im Programm geht.
Schlussendlich ist es eine sehr anstrengende Woche, aber auch wirklich schön, da man so viel neues erlebt.

Montag, 4. Juni 2012

Pacific Harbour und Vodafone

So jetzt ist es nicht einmal mehr eine Woche bis zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Diesesmal wird es für mich wohl mehrere "Nachtschichten" geben, um spannende Fussballspiele mitzuerleben. Leider ist hier in Fidschi, Fussball nicht besonders groß geschrieben und wird eher von den hindisprechenden Fidschianern betrieben. Der Nationalsport ist und bleibt Rugby, aber ich bin froh das die EM ins Programm von Fiji One aufgenommen wurde. Damit kommt ein Stück Heimat ans andere Ende der Welt :). Ich werde leider auch das komplette Turnier nur so verfolgen können, da ich erst 1 Woche nach Ende wieder heimige Erde betreten werde.
Aber was ist seit Donnerstag passiert? Nicht besonders viel, die Suche nach einem neuen Platz bestimmt die Hauptarbeit. Ohne Platz ist es etwas schwierig zu arbeiten, man verlegt sich auf Plätze bei Mitgliedern und übt im Wohnzimmer. Aber besser als nichts :). Dazu kommt das die Kommunikation sich nun schwieriger gestaltet, da sich mein Handy mal wieder gesagt hat, nö der Touchscreen brauch nicht mehr zu touchen... Was es mir unmöglich macht SMS zu lesen oder jemanden anzurufen. Wenigstens eingehende Anrufe funktionieren noch und für den letzten Monat werde ich auch kein Geld mehr für ein Überseehandy ausgeben.
Am Freitag wurde ich dann von meiner Mentorin Josi angerufen, um an einer Vodafone-Kampagne teilzunehmen und das neue Gesicht für die Western Division in Fidschi zu werden :) ja ich bin jetzt ein Star *g*, naja war ganz lustig.
Am nächsten Tag wurde ich dann von Kent kurzfristig auf einen Ausflug nach Pacific Harbour mit Magnus, Matt und Kathi eingeladen. Ich kam zum erstenmal wieder an einen Strand, seit Galoa, wers glaubt oder nicht. War schön einmal wieder Suva zu verlassen und das Katalogfidschi zu sehen, auch wenn ich sagen muss irgendwie hab ich wohl schon genug Strand gesehen :) war irgendwie nichts besonderes. Auch in unserer Unterkunft waren ein Haufen Deutscher, was mich echt verblüfft hat, ich mich aber so gut wie gar nicht mit ihnen ausgetauscht habe. Am Sonntag ging es dann wieder zurück nach Suva um Schlaf nachzuholen :)
Ja das war es erstmal soweit, mal schauen was diese Woche so bringen mag :)

Donnerstag, 31. Mai 2012

10.000 Marke

Mit dem heutigen Tag kann ich freudig verkünden, es haben schon 10.000 Besucher sich auf diese Seite verirrt. Wenn man bei den Rechenspielen bleibt macht das in 283 Tagen (6792 Stunden) macht das 35 Besucher pro Tag oder anders ausgedrück 1,5 Besucher pro Stunde. Rechnet man dies hoch auf meine restlichen 36 Tage (864 Stunden) die ich noch in Fidschi verweile sind das dann noch 1260 Besucher die diesen Blog besuchen werden :)(nicht mit eingerechnet die 5 Tage Anflug und Abflugzeit von Deutschland nach Fidschi und zurück). Aber Spaß beiseite, es freut mich das so viele Anteil an meinem Leben hier in Fidschi nehmen und möchte mich auch bei euch bedanken. Es zeigt mir das ich die Seite hier wohl doch nicht ganz umsonst angelegt habe, ich hoffe auch das ich dem Einen oder Anderen einige nützliche Tipps geben konnte und vielleicht sogar Fidschi näher bringen konnte.
Um noch einmal auf die Verlinkungen auf der eigenen Seite zurückzukommen. Ich weiß das die Infoseite und die Bildergalerie als besonders makante Seiten, etwas unübersichtlich sind zu scrollen. Ich habe probiert mir das nötige anzulesen und auch probiert in der HTML-Seite herumzuschreiben. Das Ergebnis war leider ein nichtfunktionierender Link oder ich wurde auf eine leere Blogger-Seite weritergeleitet. Vielleicht kann mir ja der eine oder andere einen Tipp geben, wie ich innerhalb der eigenen Seite Verlinkungen einfügen kann ohne Fehlermeldungen.

Mit dem gestrigen Tag wurde auch alles aus unserem alten Heim breitgestreut und unser neues Büro ist nun zugebaut :). Craig muss nun auch in den nächsten 10 Tagen heraus, er sah wirklich fertig aus und ziemlich verzweifelt. aber letzendlich konnten wir ihn wieder etwas aufbauen, hoffe er wird seinen Weg gehen!

Mittwoch, 30. Mai 2012

Umzug

Wie ich gestern erfahren habe, ist es nun traurige Gewissheit, dass wir unser Vereinsheim räumen müssen. Ebenso hatte ich erfahren, dass das Freizeitzentrum schon konkrete Züge angenommen hatte. Diverse Veranstalter wollten das Projekt unterstützen und der Jugend eine Chance geben in der Immobilie ihren Hobbies zu fröhnen. Es wäre die erste Lokalität seiner Art in ganz Fidschi gewesen. Leider hat der "Landlord" etwas dagegen, dass Jugendliche in seinem Haus derartigen Aktivitäten nachgehen (Tanzen, musizieren, malen, Kampfsport etc.). Wir haben nun gestern unsere Sachen gepackt und werden heute vorerst zu Letilla ziehen (lediglich das Management). Die Übungsstunden werden nun vorerst immer in einem angemieteten Raum stattfinden. Das gute ist das Rakos überleben gesichert ist. Nächste Woche beginnen die Vorbereitungen für das eintreffen der "7 Canoes". Diese Boote bestehen aus 7 verschiedenen Pazifiknationen, die seit 1 Jahr in traditionellen Booten durch den Pazifik rudern, um auf ihre Kultur aufmerksam zu machen. Rako ist in 2 Wochen der Gastgeber für den 1-wöchigen Aufenthalt und arbeiten dabei das Programm aus. Das wird sicherlich eine Menge Arbeit, aber auch wahnsinnig Interessant. Dazu kommt, dass die Sponsoren von letzter Woche überzeugt sind von Rako und uns ebenfalls für größere Events angemietet haben.
Daneben wird fleißig am ersten Album gearbeitet und die ersten Sulus sind in London verkauft wurden. Das Merchandising läuft alles langsam an und die ersten Gelder kommen in die Vereinskassen :)
Neben den guten Nachrichten und der Zukunftssicherheit von Rako ist leider weiterhin die Zukunft von Craig und seiner Kunstgallerie nicht gesichert. Er ist nach wie vor in Verhandlungen mit dem "Landlord" doch noch bleiben zu dürfen. Es wäre wirklich Schade, zumal er Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen eine Option gibt sich auszudrücken durch die Kunst. Vielleicht darf er ja noch bleiben und dann kann er auch seine Hunde behalten :).
Am Montag ist auch mein Workshop zu Ende gegangen. Ich glaube er ist ganz gut gelaufen und das Beste Dankeschön kam wohl von Mister "Dont think" Skillz mit den Worten: "Actually I realize, I must start thinking sometimes!"

Montag, 28. Mai 2012

Führungsseminar und Ausblick

So gleich zu Beginn, leider wurde Rako nicht auserwählt in die Salomonen zu riesen und Fidschi zu präsentieren. Ich weiß lediglich von VOU das sie genommen wurden. Aber das gute ist das wir im Juni jede Menge Veranstaltungen haben und so keine Zeit bleibt Trübsal zu blasen.
Letzte Woche habe ich auch 2 Tage meines Seminars absolviert, indem ich den "Seniors" von Rako beibringe wie man eine Gruppe richtig anführt. Bisher ist alles ziemlich gut gelaufen und heute wird dann der 3. und letzte Tag des Seminars stattfinden. Davon gibt es aber so gut wie keine Bilder, da ich mit dem referieren beschäftigt war und die anderen nicht mit Bilder machen abgelenkt werden sollten.
Dazu kamen am Donnerstag dann eine Gruppe Investoren, die vielleicht Rako in Zukunft finanziell aushelfen. Die Zukunft des Projektes steht etwas auf der Kippe, da diese Woche die Arztpraxis, in der unser Proberaum und Büro ist, an einen anderen Ort umzieht. Ob Rako dann selbstständig die Miete bezahlen kann wird sich zeigen, im schlimmsten Fall werden wir einige Woche "Obdachlos" sein und uns nach einer neuen Lokalität umschauen. Mehr Gedanken muss sich dann wohl Craig Marlorw (Künstler) machen, dessen Atelier ebenfalls hier angesiedelt ist. Allerdings verlief die Performance am Donnerstag ziemlich gut und die möglichen Sponsoren sahen ziemlich zufrieden aus (was in Fidschi nicht viel heißt, Stichwort: Bulasmile), aber ein Anfang ist.
Am Wochenende ging es dann auch erstmals, seit langem wieder, raus aus Suva. Zusammen mit Kent und Kathi (Amerikanische UN-Praktikantin) sind wir in den Colo-i-Suva Park wandern gegangen. Da ich diesen schon im August besucht hatte konnte ich die Führung übernehmen. Zur Überraschung musste man nun auch Eintritt bezahlen, nachdem ich etwas mit der Eintrittsfrau geredet habe, konnte ich sie überzeugen uns nicht den Touristenpreis zahlen zu lassen, da wir hier Freiwillige sind und ich den Park schon kannte.
Am Sonntag war dann wieder Fussballzeit, diesesmal kam auch ein anderer Deutscher mit dem Namen Björn, der im GIZ abreitet. War ziemlich ungewöhnlich für mich wieder Deutsch zu reden. Daher hatte ich an diesem Tag öfter mit Björn Englisch und mit den Japanern Deutsch geredet, was aber wohl nur mir auffiel :).
Am Abend gingen dann Kent und ich noch ins Kino zu "Iron Sky". Ich war echt überrascht das eine Independence-Produktion aus Deutschland es in die Fidschianischen Kinos schaffte. Aber auch angenehm mal wieder einen halben Film Deutsch zu hören.
So ansonsten heißt es jetzt Daumen drücken, dass wir ab Freitag weiterhin in unserer alten Lokalität bleiben können.

Kent und Kathi
Colo-i-Suva Park


Fußball mit den Japanern

Dienstag, 22. Mai 2012

Videos und Bilder Ausscheidung

So wie versprochen sind nun die Videos und die Bilder hochgeladen und der Öffentlichkeit zugänglich. Die Bilder findet ihr mal wieder nach langem scrollen unter Bilder-Galerie zwischen Showcase und Outer Reef. Die videos sind leichter zu finden unter Videos 2 gleich zu Beginn.
Viel Spaß

Montag, 21. Mai 2012

Auswahlveranstaltung für das Pazifik Art Festival

So die letzte Woche stand dann ganz im Zeichen der Auswahlveranstaltung für die Solomon-Inseln im Juli. Es wurde von früh bis abends und einmal sogar die ganze Nacht geprobt, um eine Konkurrenzfähige Kür für die Veranstaltung am Freitag zu haben.
Daher lässt sich auch schnell sagen, hier wurde Männer/Vater/Christi-Himmelfahrt überhaupt nicht wahrgenommen (ist nicht einmal ein Feiertag). Vielemehr war ich 14 Stunden auf Arbeit :).
Am Freitag war es dann soweit. Das Event sollte gleich früh um 9:00 beginnen. Aber wie immer nicht mit Fidschi, wo kämen wir denn hin wenn mal etwas pünktlich starten sollte, Fidschi hat ja einen Ruf zu verlieren. Also um 9 war ich und 3 von Rako anwesend, ab 9:45 wurde dann endlich begonnen, alles für die Show aufzubauen, um dann letzendlich um 11:00 anzufangen (übrigens die Gruppen trudelten einfach ein wann sie lustig!? waren, die letzte gegen 16:00 Uhr). Aber was ich dann sah hat sich wirklich gelohnt. So viel Kultur sieht man wohl selten, es waren die besten Gruppen von ganz Fidschi angetreten, um einen der wenigen Plätze zu bekommen.
Hier bin ich nun letzendlich zu dem Schluss gekommen, das die iTaukei wirklich eine afrikanische Kultur sind. Die Tänze und Gesänge erinnern wirklich stark an Dokumentationen aus Kenia oder Tansania. Was die Fidschianer unterscheidet ist eben, dass auch die hindusprechenden Fidschianer mit indischen Tänzen und die Rotumanen mit ihrer polynesischen Kultur etwas dazu beitragen, das kulturelle Vielfalt vorgeführt wird.
Hier werde ich nun definitv versuchen diese Woche Videos und Bilder von der Show hochzuladen, das will ich euch nicht vorenthalten.
Wer nun ausgewählt wurde und wer nicht, kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen, da die Entscheidung am Dienstag gefällt werden soll (natürlich auch diese Angabe ohne Gewähr).
Nach der Show und Kulturdröhnung bin ich einfach ins Bett gefallen und habe durchgeschlafen, da der Schlaf der letzten Tage auch wieder von meinen Freunden, den Moskitos begleitet wurde.
Das Wochenende war dann wieder von Versetzungen geprägt. Ich habe es nun wirklich satt, dass sie auf Vereinbarungen einfach nicht reagieren. Am Samstag frühen morgen durch die halbe Stadt zu laufen, um dann einen überraschten iTaukei am Telefon zu haben, dass er einen mal wieder vergessen hat. Daher planen ich und Kent ab nächstes Wochenende unsere Ausflüge alleine, dann können wir wenigstens sicher sein dass sie stattfinden. Man muss dazusagen das ich wirklich öfters die Personen anrufe und sie jedesmal versichern das alles stattfindet und ich mir keine Sorgen machen brauche, wie gesagt für jeden der zukünftig hierherkommt, verlass dich hier auf eine Vereinbarung und du bist verlassen ;).
Am Sonntag ist dann das Fussballtraining ausgefallen, daher sind ich und Kent auf den Tennisplatz neben unserem Haus gegangen und haben 1 Stunde den Schläger geschwungen. Ist eine gute Abwechslung zumal es lediglich 5 Fidschi-Dollar kostet für 1 Stunde (ca. 2,30Euro) mit Bällen und Schläger.
Also dann bis demnächst, dann mit den News ob es für Rako in die Solomonen geht!

Dienstag, 15. Mai 2012

Rezepte

Unter Infos habe ich einmal 4 fidschianische Rezepte zum selber nachkochen online gestellt. Dies sind im Vergleich zu den normalen Gerichten wesentlich aufwendiger, daher wer es ausprobieren will kann es einmal probieren.

Normale Gerichte sind wesentlich simpler. In den äußeren Inseln von Fidschi bei der lokalen Bevölkerung (iTaukei) wird in der Regel nicht gewürzt (meine Erfahrung), daher schmeckt alles nach mehr oder weniger nichts. Normales Essen ist Bele (Ein Blatt das gekocht wird und wenn man Glück hat noch etwas Zwiebel hinzubekommt) oder Row-row (Daloblätter in Kokosnussmilch gekocht). In der Regel wird alles gekocht, also Fisch etc. wird in Wasser ohne Salz gekocht und dann serviert. Backen ist in der Regel nicht verbreitet und eher von Übersee eingeschleppt.
Fisch gibt es meistens nur am Wochenende, wenn er gefangen wird oder einmal in der Woche.
Meistens wird zu den diversen Speisen höllig scharfe Pepperoni gegeben, die aber für die meisten Europäer schlicht zu scharf sind, da sie schon zu Verbrennungen auf der Haut führen wenn man unachtsam ist. Salz wird ab und zu hinzugestellt.
Gebraten wird in der Regel nicht, nur zu besonderen anlässen. Dabei schmeckt besonders gebratener Kassawa oder Dalo, sie erinnern stark an Pommes Frites in dem Zustand.

Bei den hindusprechenden Fidschianern ist das dann das ganze Gegenteil, hier wird gewürzt was das Zeug hält. Man bekommt eigentlich jeden Tag irgendeine Art von Curry, auch Fleischmahlzeiten sind normal. Allerdings kommt es hier auch auf den Glauben an, so essen Hindus in der Regel kein Schweine- oder Rindfleisch, daher steht meistens Lamm oder Hühnchen auf dem Speiseplan.

Bei den Getränken unterscheiden sich, nach meiner Erfahrung, iTaukei und hindusprechende Fidschianer nur unwesentlich. Tee wird tag täglich getrunken und ist die kostengünstige alternative zum normalen Wasser. Alkohol ist meistens auf den Inseln verboten, oder aus religiösen Gründen (Islam). Diese verbote werden aber gerne umgangen, wenn sie nicht am Geld scheitern (Alkohol ist sehr teuer in Fidschi, Bier kostet 1,60 Euro pro Flasche, Rum 18 Euro pro Flasche und Gin 22 Euro als Beispiel). Diese Preise gelten aber nur für Suva, in den äußeren Inseln ist der Alkohol noch einmal teuerer aufgrund der schwierigen Beschaffungsmaßnahmen, dort kann gerne der Wodka 60 Euro pro Flasche kosten.

So ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck vermitteln fernab vom 5-Sterne-Hotel-Fidschi-Leben ;)

Anmerkung: iTaukei und hindusprechende Fidschianer sind die offiziellen Bezeichnungen hier in Fidschi für die Ureinwohner Fidschis und die zugewanderten Inder. Daher nicht wundern ich schreibe lediglich politisch korrekt :)

P.S. Bilder zum Showcase sind nun online unter Bilder-Galerie zwischen Hockey Award und Outer Reef.

Sonntag, 13. Mai 2012

Showcase

So am Dienstag ging es dann weiter mit dem versprochenen Showcase, in der ein Teil der Gruppe unter den Namen "Lifestyle" antraten. Hierbei qualifizierten sie sich für das Finale am Freitag. Nach der Qualifikation ging es aber weiter mit dem Volksfestprogramm, an deren Ende ich mit Skillz auf der Bühne landete und ein Rollenspiel zu Besten gab. Was mir zumindest einen 5er-Pack Nudeln und anerkennendes Klatschen der Menge einbrachte :D, diesesmal gibt es auch Fotos davon.
Nach der Show bin ich dann mit ein paar Gruppenmktgliedern in ihren Stadtteil gefahren, um ein wenig Kava zu mir zu nehmen. Hier wurde dann viel Deutschland mit Fidschi verglichen und sich auch sonst über alles ausgetauscht. Am Ende wurde ich dann unter den Schutz der ansässigen "Baseboys" gestellt, sie wollen jetzt persönlich dafür Sorgen das ich in ihrem Viertel niemand zu fürchten brauche :).
Am nächsten Tag ging es dann weiter mit der Arbeit obwohl mir dies ziemlich schwer fiel, da ich mir einen Infektion einer Wunde eingefangen hatte. Dies verursachte ziemlichen brennenden Schmerz und Kopfschmerzen. Mittlerweile heilt es aber durch Antibiotika und antiseptischer Creme sehr gut wieder ab. Während der Woche hat nun auch Skillz angefangen mir Schwerttanzunterricht zu geben, ich soll dies lernen bis ich abreise. Mit den Macheten wurde es mir nach ein paar Minuten aber etwas zu riskant, daher stieg ich um auf ein paar Fackeln die langsam zurotieren beginnen.
Dann war es auch schon Freitag, leider wurde das Showcase 10 Minuten vor der Show abgesagt und auf Samstag verschoben, Fidschi Style halt, packen wir halt ein Volksfest auf den nächsten Tag. Am Samstag haben die Jungs dann leider nicht gewonnen (auch wenn ich es nicht sah da sie es kurzfristig nach vorne verlegt hatten). Aber das versetzen muss man hier einfach gewohnt sein ich wurde selbst in den letzten 6 Tage 5 mal versetzt: "Just dont think!" wie Skillz immer sagt.
Heute war dann auch wieder Fussballtraining mit den Japanern, war mal wieder wahnsinnig lustig und hat einen Riesenspaß gemacht. Nächste Woche ist dann ein Handballturnier, an dem ich vielleicht mit für das japanische Team teilnehme, vielleicht falle ich nicht zu sehr auf :D
Noch ganz liebe Grüße an meine Mutter an heutigem Muttertag!

Bis zur nächsten Woche :)

Montag, 7. Mai 2012

Der japanische Fussballgott

Eine Woche verging wieder wie im Fluge. Die letzte Woche war wieder ziemlich ausgefüllt, auch wenn zweimal das Training am Abend ausgefallen ist. Dies ist aufgrund dessen geschehen, da die Hälfte der Gruppe in der Western Division in Lautoka war und dadurch ein Training wenig Sinn gemacht hätte.
Mit meiner Arbeit bin ich aufgrund von Internetproblemen eher schlecht vorrangekommen, aber ich habe mir gleich etwas anderes gesucht. Neben mir wurde nämlich fleissig gedruckt und designed, daher habe ich mich zu Skillz gesellt und die letzten 4 Sulus (traditionelle Rücke) bedruckt, da Laudan in Lautoka war. War auch einmal schön zu sehen wie so ein Sulu gestallt annehmen kann und wie Brainstorming zu einem passablen Ergebnis führen kann.
Am Donnerstag habe ich dann noch Skillz, Molese und BigMac zu Hitradio FM 96.0 begleitet. sie haben für den dieswöchigen Schowcase in der Vodafonearene (1-wöchiges Volksfest) ein Acapella Lied eingesungen um Werbung für ihren Auftritt am Dienstag zu machen.
Das Wochenende war dann ziemlich voll gestopft. Ich habe Kent am Samstag, aufgrund eines Ganztägigen Stromausfalls, Suva gezeigt und dabei auf die günstigsten Ecken hingewiesen. Am Abend waren wir dann noch in einem Film, was Kent etwas verstört hatte. Weniger der Film eher das Verhalten der Fidschianer, da sie immer lachen wenn irgendjemand in die Luft fliegt, zerstückelt wird, einen brutalen Unfall hat, dabei unterscheiden sie nicht ob es sich um Kinder, Frauen oder Männer handelt. Fidschianer sind aber sehr entsetzt wenn es zu etwas wie einem Kuss kommt :). Ja das musste ich dann Kent erstmal erklären, mir war es gar nicht mehr aufgefallen.
Am Sonntag habe ich mich dann, Mangels deutscher Freiwilliger (meines Wissens nach bin ich derzeit der Einzige hier in Fidschi), den japanischen Freiwilligen angeschlossen und zusammen Fussball gespielt. War ein Reisenspaß und ich werde wohl nun jeden Sonntag mich ihnen anschliessen. Ausserdem wurde ich auch schon zu einem Treffen eingeladen und einige japanische Vokabeln kamen hinzu :), am Ende weiß ich sicherlich nicht mehr welche Sprache ich eigentlich hier spreche :D.

Für die versprochenenen Videos muss ich mich entschuldigen, derzeit ist die Internetverbindung etwas schlecht, ich werde es aber weiter probieren.

Montag, 30. April 2012

Erdbeben und erste Events

So da bin ich mal wieder mit einem kurzen Überblick, was die letzte Woche so passiert ist.
Die Woche verlief mehr oder weniger unspektakulär, unser DVD-Player numero 2 und 3 hat das zeitliche gesegnet, so dass wir weiterhin jeden früh mit Al- Jazeera geweckt haben und fröhlich frisch und munter mit den neuesten Nachrichten in der Welt (nicht zu vergessem dem Wetterericht für Amerika :D) in den Tag starten können.
Ich komme langsam zu einem Ende mit meiner ersten Aufgabe und werde wohl die nächsten Tage mit der Webseite starten. Eigentlich wollte ich bisher auch schon den Workshop für die Seniors erledigt haben, da kam aber das Wochenende dazwischen.
Am Freitag war es nämlich soweit, der erste Auftritt unserer Rako-Gruppe wo ich auch dabei war. Es ging um den Hockey-Award (Ozeanien-turnier). Hierbei schlug ich mut Skillz gegen 12:00 in der Örtlichkeit auf und wir bauten langsam alles auf, im laufe der nächsten Stunden trudelten dann alle restlichen Tänzer und Singer ein. So konnte etwas geprobt werden und letztendlich wurde sich dann auch umgezogen und nur noch 1,2 oder waren es doch 3 Stunden :D warten. Das australische Team war leider etwas zu langsam. Danach ging aber die Post ab, es war wirklich ein super Ablauf und die Leute liebten es. Ich zog echt den Hut vor der Gruppe (Bilder und Videos gibt es dann die nächsten Tage). Leider schaffte es der Organisator (war ja nur das nationale olympische Kommittee) nicht an unser essen zu denken. So war dann das Frühstück, abgesehen von einer viertel Orange, das Einzige was ich vor die Zähne bekam bis 1:30 in der früh, aber zum Glück mussten ja alles hungern :). Abends wurde dann noch schnell alles abgebaut und alle fielen nur zum schlafen.
Am Samstag war dann Zumba angesagt in der Innenstadt, leider waren Skillz und ich die einzigen beiden die dem Ruf folgten. Naja so konnte ich noch kurz etwas schlafen am Nachmittag, um dann zu einem weiteren Auftritt unserer Tänzer zu gehen. Auch hier hieß es wieder 1 oder 2 Stunden warten, da man einfach später anfangen wollte :). So kam ich auch hier erst gegen 3 Uhr in der früh nach Hause. Alles in allem ein gelungenes Wochenende, auch wenn ich am Sonntag tod war und mir auch eine Erkältung eingefangen habe, die mich immernoch etwas down drückt.
Das besonderste war aber, das am Freitag seit langem wieder ein Erdbeben in Suva war (Richterskala 4.7). Aber wie schon alles bevor hier (Hurrikan, Flut etc.) habe ich es mal wieder nicht mitbekommen. Erst am Abend des Freitags, als eine Frau am Telefon über ein Erdbeben redete. Ich fragte dann alle anderen und bis auf Maka und Laudan, haben es alle gemerkt. Naja ich sag wohl einfach Schmerzbefreit :).

Also dann freut euch auf die Bilder und Videos :)

P.S. Bilder sind schon geuploaded unter Bilder-galerie Unterpunkt Hockey Award (zwischen Rako und Outer Reef und unter Infos bei Menschen)

Achja Rene habe deinen Eintrag gelesen, Blogger hat leider keine einfache Funktion dafür. Da ich mir aber nun durch die Webseite simples programmieren aneigenen werde, probiere ich direkt im Quellentext das nötige einzurichten, damit man leichter zu den verschiedenen Bildern und Videos kommt :)

Samstag, 21. April 2012

Hindustani

So da bin ich einmal wieder mit der wöchentlichen Rundschaumeldung.
Gerade kämpfe ich mich durch das neue Layout meiner Blogseite, was etwas nervig ist, wenn man gerade im Ausland ist und nur begrenzt Speicherplatz zur Verfügung hat :)
Aber wie dem auch sei, sicherlich werde ich mich schnell reinfitzen.
Also diese Woche war eigentlich der Tagesablauf ziemlich schlicht. Aufstehen, Frühstücken, zur Arbeit gehen, Dienstag und Donnerstag trainieren, nach Hause kommen, essen und schlafen.
Ich stehe in der Regel jeden Tag zwischen 7 und 8 auf, manchmal auch früher. Dann gibt es ein schnelles Frühstück (Haferflocken, Spiegelei, Toast alles zusammen oder sepperat). Danach mache ich mich dann auf den Weg zum Busbahnhof. Dort angekommen hoffe ich Glück zu haben das der Bus auch gleich losfährt. Das kann manchmal ziemlich dauern, das schlimmste war eine halbe Stunde warten und nochmal eine halbe Stunde warten bis der Bus sich aus dem Bahnhof gekämpft hat. Hier ist die Hupe der König und wer zuerst Gas gibt. Daher zieht es sich manchmal hin. So komme ich immer zwischen 9 oder 10 auf der Arbeit an. Da bin ich dann meist zu Beginn allein, ehe Skillz dazukommt. Ich sitze meistens über den Plan für das Centre of the Art und hoffe nächste oder übernächste Woche damit fertig zu werden. Mittags gesellen sich dann meistens noch Laudan und Carmen mit zu uns und ab und zu kommt Tasi und Letila (Projektleiterin) mit der ich dann das wichtigste bespreche. Zusätzlich zu den aufgaben, wird dann eher unstruckturiert (jedenfalls erkenne ich keine genaue Linie) die Übungsnachmittage am Dienstag und Donnerst von 17:00 bis 20:00 vorbereitet. Dort wird dann meistens eine Erwärmung durchgeführt und leichte Tänze, wo ich mich dazugeselle. Danach kommen dann die harten Choreographen wo ich kapitulieren muss, aber vielleicht wirds ja noch. Danach gesellt man sich noch einmal kurz zusammen, oder ich gehe zu Craig ins Atellier um mit ihm die Einbindung ins Center zu bereden. Dazu kam am Mittwoch auch einmal wieder eine Kava-Runde. War ganz angenehmen, aber nach einer Tanoa bin ich dann doch gegangen, da ich an dem Tag schon 12 Stunden im Center war und Schlaf brauchte. Da die Busse aber ab 17:30 nicht mehr regelmäßig fahren, muss ich jedesmal bis zur Hauptstraße laufen um einen Bus zu erwischen, Laudan und Carmen begleiten mich dahin meistens. Dann komm ich jeden Abend gegen 21:00 bis 22:00 zu Hause an und freue mich darauf was Jenis gezaubert hat. Danach wird noch kurz Nachrichten geschaut und ins Bett gefallen.
Innerhalb der Woche finden zusätzlich noch unregelmäßig Kunstworkshops statt, wo man zeichnen lernen, Selbstverteidigung oder dergleichen erlernen kann.
Daneben war ich dann auch Freitag den ganzen Tag in der Stadtbücherei, da ich einige Bücher über die Ökonomie von Fidschi brauchte, sowie die Demographie in Suva und Umgebung. Ich hatte dort schon fast aufgegeben, aber am Ende wurde ich fündig in einem kleinen Papierhaufen, gab es doch glatt die neuesten Markterhebungen und Bevölkerungszählungen :)
Dieses Wochenende werde ich dann noch einen Vortrag zum Leben im Pazifikraum besuchen und etwas Zeit mit der Familie verbringen.
Dazu habe ich mich heute mal hingesetzt und das Hindustani digitaliesiert. Es wird nun eine neue Seite in den Spalten geben. Hier könnt ihr dann etwas Hindustani lernen :), falls Interesse besteht. Ich weiß ist etwas chaotisch, aber mit etwas Geduld (was man in Fidschi sehr viel lernt) steigt man denke ich durch :). Es sind 30 kleine Lektionen die man hier in der 6. Klasse unterrichtet.

Viel Spaß beim stöbern! Diese Woche werden dann noch ein paar Bilder und Videos zu Rako und dem Center online gestellt. Und wenn ich Zeit finde vielleicht auch wie ich jetzt lebe ;)

Sonntag, 15. April 2012

Konichiwa

Jetzt einmal der erste wirkliche Eintrag über meine neue Arbeit. Also ich arbeite nun seit 2 Wochen (1 Woche richtig) in meiner neuen Stelle in Suva bei Rako. Ich habe nun die Organisation des Aufbaus des Art Therapy Centre übernommen, daneben soll ich die Webseite aufbauen und die Ausbilder im strukturierten Arbeiten schulen. Bisher macht es einen Riesenspaß, da man viel zu tun hat und einem völlig freie Hand gelassen wird.
Daneben gehe ich immernoch zu den normalen Tanzgruppenterminen. Man hat mir die Bongos gegeben, damit ich den Bongobeat machen kann :), nein Spaß also ich habe mich bisher am rhytmischen Klopfen?! ausgeübt und ich wurde dank meiner Tanzküste gleich bei den 5 jährigen eingeteilt :D, naja es macht Spaß und man kommt in die Gruppe auch wenn ich wirklich nicht Tanzen oder singen kann.
Ich fange nun auch zaghaft auf Hindi zu antworten, auch wenn meine Aussprache sicherlich noch sehr fehlerhaft ist. Es ist aber wirklich toll wie weltoffen hier die Menschen sind. Speziell mit den Religionen. Mein Gastvater ist ein Christ, meine Gastmutter eine Muslimin und die Kinder sind Hindus. Viel mehr multikulti geht glaube ich kaum :).
Dazu ist seit gestern ein Japaner namens Kenji eingezogen. Er arbeitet für die UN-Volunteers und wird bis September hier wohnen. Ich bekomme also letztendlich noch etwas Freiwilligenaustausch wuhu!
Letzten Freitag habe ich auch den jüngeren Bruder des Direktors auf Galoa getroffen. Wir haben uns etwas über die Zeit auf der Insel unterhalten und er ist froh, dass er die Insel verlassen konnte. Auch der Direktor bewirbt sich schon auf eine neue Stelle, da er es nicht mehr dort aushält. Komisch wenn selbst Fidschianer nicht mit der Insel klar kommen... .
Daneben habe ich nun auch die Videos von Neuseeland hochgeladen (Videos 2, zwischen Unterwasserbilder und sonstiges), sie sind noch unbetitelt, das hole ich aber baldmöglichst nach.

Also dann bis zum nächstenmal!

Sonntag, 8. April 2012

Verbesserungsvorschläge

So dieser Eintrag ist einmal in eigener Sache.

Habt ihr irgendwelche Verbesserungsvorschläge für diesen Blog hier? Fehlt euch etwas, ist euch etwas nicht ausführlich genug geschrieben, könnte das Layout verbessert werden?

Bitte scheut euch nicht, ich bin dankbar für jede Kritik. Diese bitte ins Kommentar schreiben, ich werde sie mir zu Herzen nehmen und probieren so gut es geht ihr nachzukommen.

Vielen Dank schon einmal, für eure Hilfe!

Mittwoch, 4. April 2012

Bilder Neuseeland

Also die Bilder von Neuseeland sind nun online, bei den Videos bin ich nicht ganz fertig geworden bzw. konnte nicht richtig anfangen wegen andauernden Fehlermeldungen.
Ihr findet die Bilder unter der Bildergalerie zwischen den Outer Reef Bildern und Sonstiges! Das Video und die zukuenftigen Videos sind unter Videos 2 zwischen den Unterwasserbildern und Sonstiges. Viel Spass beim schauen :)

Dienstag, 3. April 2012

Packt die Taschenlampe aus!

Die Bilder müssen sich noch etwas gedulden, seit Sonntag ist das nationale Stromnetz zusammengebrochen. Durch den Zyklon sind die Überlandleitungen zerstört wurden und daher werden alle großen Städte mit Generatoren mit Strom versorgt. Dadurch wird abwechselnd jeder Stadteil zu oder abgeschaltet, nur die Krankenhäuser bleiben am Strom. Das ist echt lustig wenn man wieder mit Taschenlampe durch die Hauptstadt geht :D Fidschi ist wirklich speziell in jeder Hinsicht. Dieser Zustand soll laut den Nachrichten für die nächsten 2 Wochen anhalten, da der Hauptransistor komplett zerstört wurde der die Central Division versorgt.
Ich bin nun auch zu meiner neuen Gastfamile umgezogen, sie haben mich sehr herzlich aufgenommen und probieren mich einzuführen wo immer es auch geht.
Die ersten aufgaben von Rako habe ich auch bekommen, ich soll etwas Ahnenforschung betreiben und die Vorberitung für einen Auftritt in den Solomon Inseln vorbereiten.

Meine neue Anschrift ist:

Zarina Begum
c/o Falk Eichhorn
30 Knolly Street
Suva
Fiji Islands

Sonntag, 1. April 2012

Alles Neu und doch vertraut

Hey bevor ich mit dem neuen anfange, schließe ich noch einmal mit dem Neuseeland-Urlaub ab. Unsere Route laut Google 3800km quer durch Neuseeland in 14 Tagen :) Also wir sind von Christchurch weiter nach Kaikoura aufgebrochen und haben dort die angekündigte einzigartige Landschaft bestaunt, mit den Bergen direkt am Meer. Leider ist ab diesem Tag das Wetter eher schlecht geworden, aber es war aushaltbar. Kurz nach Kaikoura konnten wir Robben bestaunen und sind wohl durch den einzigen Straßentunnel Neuseelands gefahren, nennen wir es eher Tunnelchen :D. Nach Kaikoura ging es dann nach Blenheim, wo wir noch einmal eine Bücherei ausfindig machen konnten. In den meisten Büchereien in Neuseeland kann man für eine halbe Stunde täglich kostenlos ins Internet, echt eine Erleichterung in der Not :). Nach Blenheim ging es zur letzten Autostation nach Picton und es hieß Abschied nehmen von "Bert". Wir sind dann wieder mit der Fähre nach Wellington und haben uns die "Altstadt" angeschaut mit der guten Mischung aus alten und neuen Gebäuden. Danach ging es am nächsten Tag in die Bücherei und ein wenig in neuseeländischer Geschichte forschen und einen Tag relaxen. Danach sind wir übernacht mit dem Bus nach Auckland gefahren und haben uns fast den gesamten Stadtkern angeschaut sowie den Fernsehturm bei Nacht. Dort konnte man nebenan herrlisch in einem kleinen Laden die neuseeländische Filmgeschichte anschaulisch erleben und nachforschen. Am nächsten Abend ging es dann etwas verspätet zurück nach Nadi.
Da angekommen, ging es etwas drunter und drüber, so das der Abschied von Steve etwas unterging. Ich bin letzendlich in einer sehr billigen Absteige im Worort von Nadi gelandet und konnte erst am nächsten morgen wieder nach Suva aufbrechen.
In Suva habe ich mich dann gleich daran gemacht alles für ein neues Projekt zu regeln. Letztendlich habe ich nach etlicher Laufarbeit und 6 Vorstellungs- und Auswahlgesprächen 3 Zusagen bekommen. Nach tieferen Gesprächen habe ich mich dann für die rotumanische Rako Gruppe entschieden, die ein Health-Centre aufbauen wollen, um körperlich behinderte, Jugendliche mit Krimineller Vergangenheit oder Waisen eine Zukunft zu bieten. Daneben wird die rotumanische Kunst hoch gehalten, Tänze einstudiert, aus Müll Kunst und Spielzeug hergestellt, Musik gemacht, Fremdpsrachunterricht gegeben, Leadershiptraining, Konfliktbewältigung etc. pp. Das hat mich so überzeugt, dass ich mich für diese Gruppe entschieden habe und morgen den Vertrag unterzeichnen lasse.
Diese Woche hat mir wiedereinmal echt viel gebracht, auch wenn ziemlich Scheintot war wegen all den Gesprächen und Präsentationen, war es doch sehr interessant das weltwärts- Programm, mich und meine Agentur vorzustellen und entsprechend zu verkaufen. Das in einem nicht mehr ganz so fremden Land und in einer anderen Sprache, war schon eine sehr gute Erfahrung.
Dazu werde ich auch morgen wieder umziehen und dann mein Domizil für meine restlichen 3 Monate beziehen, von nun ohne deutsche Begleitung. Aber ich sehe ziemlich positiv in die Zukunft, da ich nun auch die Chance bekomme, neben der Fidschianischen noch die indische und rotumanische kennenzuleren (die anderen beiden Großen Kulturen hier in Fidschi).

Die Bilder und Videos zu Neuseeland sind alle selektiert und werden ebenfalls diese Woche online gestellt, konnte es aufgrund der Auswahlgespräche leider nicht früher schaffen.

P.S. mal wieder habe ich erlebt wie abgeschieden man selbst in der Hauptstadt Fidschis ist. Ich habe aus Afrika erfahren das hier in Fidschi die letzten 3 Tage eine Flut war mit mehreren Toten, sowie das wir von der Aussenwelt abgeschnitten waren, da das Straßennetz gesperrt war und der einzige internationale Flughafen Nadi ebenfalls gesperrt wurde. Als ich es mitbekommen habe, dass der Ausnahmezustand vorherrscht war es eigentlich schon fast vorbei, für uns hat es lediglich extrem stark geregnet :) und ein paar Klamotten sind bis auf die Haut durchgewesen. Jaja so ist Fidschi.

Mittwoch, 21. März 2012

Suedinsel

So einmal wieder einen Bericht von unserem Neuseeland-Urlaub. Wir sind am Freitag gut in Picton angekommen und von da aus nach einigem Stress und kurz vor Ladenschluss, wegen Faehrverlegung, mit unserem "Bert" (Nissan Sunny SuperSaloon) nach Westport gestartet. Um Mitternacht da angekommen wurde sich mal wieder im Auto bequem gemacht. Am naechsten Morgen ging es dann zum Franz Josef Gletscher. Aufdem Weg sind wir an der wunderschoenen Westkueste gefahren, haben die Pancakes in Punakiki angeschaut und einen kurzen Abstecher nach Greymouth gemacht. Am Abend sind wir dann zum Gletscher gewandert und haben in einem Backpacker uebernachtet und festgestellt das auf der Suedinsel wirklich nur Deutsche sind, also wirklich jeder Zweite ist Deutsch? ICh dachte ich ware am anderen Ende der Welt, selbst hier in Christchurch gerade eben sitzen nur Deutsche um mich herum. Naja egal am naechsten Morgen ging es zum Fox Gletscher und auf eine Wanderung, danach weiter zum Ship Wreck in die Suempfe und den Sanduenen, wo wir das einzigemal kurz die Sandlies kennen glernet haben, die Plage Neuseelands, aber wir hatten Glueck. Weiter ueber den Haast-Pass und Wanaka haben wir es dann am Abend nach Queenstwon geschafft und da uebernachtete in einem anderen Backpacker mit freier Gemuesesuppe. Am naechsten morgen wieder auf dem Roadtrip ging es ueber Lambster nach Invercargill, der wohl schoensten Stadt die ich hier im Sueden sehen werde, obwohl alles davon abgeraten hatten. Echt schniecke :). Von da aus sind wir in die Catlines und haben die McLean-Wasserfaelle angeschaut und den Lake Wilston. Danach ging es an Balclutha ins Landesinnere, hier hatten wir bisher unseren ersten und einzigen Stau, ansonsten sind sogut wie nie Autos auf der Strasse. Bis "Bert" dann zwischen Roxbrough und Alexandra bye bye zu seiner Kupplung sagte. Wir standen dann im nirgendwo fuer 2 Stunden und haben auf den Abschleppdienst gewartet. Die 1400km waren wohl zu viel fuer ihn in den letzten Tagen. In Alexandra haben wir dann frueh unseren "Ernie" bekommen (Nissan Sunny ExSaloon), von da aus ging es weiter nach Twitzel (Elbtal und Rohan) bis hin zum Mt. Cook der wohl schoensten Stelle unserer Reise. Wir anderten zum Lake Hooker und sahen echte Postkartenmotive. Am Abend fuhren wir auf der Suche nach einem Subway noch bis Geraldine und haben es dann heute letztendlich nach Christchurch geschafft, die Stadt hat sich echt wieder erholt nach seinem Erdbeben, leider wird die Kathedrale diese Woche abgerissen, aber sie ist trotzdem einen besuch wert. Heute werden wir noch nach Kaikoura aufbrechen um dann am Freitag nach Wellington aufzubrechen, bis dahin erstmal :) Bilder gibt es in Fidschi!

Donnerstag, 15. März 2012

Zwischenseminar und Weltreise nach Neuseeland

Hi Sorry, das ich erst jetzt wieder schreibe. Ich sitze gerade im Internetcafe in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands.
Letzte Woche hatten wir unser "Nicht"Seminar. Lange Rede kurzer Sinn es hat eigentlich nicht stattgefunden und am Ende standen wir ohne Seminarleiter da, wunderbar, aber ich bin im Urlaub :)
Wir sind am Montag in Auckland gelandet und haben sponatn ein Auto gemietet, nachdem sich Hertz und Europecar einen kleinen Wettstreit geliefert haben, wer uns ein Auto vermieten kann, am Ende haben wir 130 NZ eingespart. Danach ging es los direkt nach Rotoruma ins Polynesian Spa. Dabei ging es schon an wunderschoener Landschaft vorbei. Ein Zelt wurde gekauft und der Biervorrat aufgefuellt. Nachdem wir kein Motel mehr finden konnten wurde kurzerhand im Auto uebernacht einem Epica (Opel hier) sehr geraeumig. Am naechsten Morgen gingen wir noch nach Rotorura ins Maori-Museum, was wirklich imposant war. Danach fuhren wir weiter nach Taupo und zelteten in der Naehe der Stadt. Die Preise ziehen einem leider die Socken aus, aber dafuer entschaedigt die Natur. Zelten hat sich leider auch wieder erledigt, da es einfach viel zu kalt ist in der Nacht.
Am naechsten Morgen fuhren wir dann unsere laengste Strecke von Taupo aus herueber nach Whakapapa in den Torangiri Nationalpark und schauten uns ein paar Wasserfaelle und weite Laender an. Danach fuhren wir einen mehr oder weniger Offroad-Strecke nach Raehiti, Pikipi, Jerusalem, London, Athen hinueber nach Whanganui. Hier sieht fast alles wie im Auenland von den Herrn der Ringe aus. Die Strecke hatte sich tausendmal gelohnt. Leider kann ich hier keine Bilder hochladen, aber das wird spaetstens in Suva nachgeholt. Heute morgen, nach einer weiteren Nacht im Auto sind wir nach Wellington gefahren, haben also die Nordinsel geschafft. Hier sind wir ins Te Papa dem Nationalmuseum, ein besseres Museum habe ich bisher noch nicht gesehen, alles multimedial und interaktiv ueber 6 Stockwerke und das Beste es ist kostenlos. Dazu kommt die Gastfreundschaft der Neuseelaender und hier ist wirklich schon alles eklig sauber. Sie hinterfragen alles und machen wirklich aus allem Geld im wahrsten Sinne sogar aus Scheisse ;). Wir haben heute dann neuseelaendisches Lamm gegessen, was wir selbst zubereitet haben und werden heute nacht in einem Backpacker uebernachten ehe wir morgen mit der Faehre auf die Suedinsel fahren werden, wo die Landschaft noch viel schoener sein soll, als auf der Nordinsel, wenn das geht.
Werde sehen sobald wie moeglich wieder online zu werden um weiter berichten zu koennen, bis dahin machts gut und einen schoenen Gruss aus Neuseeland!

Samstag, 3. März 2012

Videos

Hi irh Lieben die neuen Videos sind up, leider konnte ich aus unerfindlichen Gruenden nicht alle hochladen. Ihr findet sie unter Video und Videos 2. Die Unterpunkte Goat Island und KAvarunde sind neu. Ansonsten viel Spass beim schauen und suchen die anderen sind zwischendrin :D

Dienstag, 28. Februar 2012

Bilder abgeschlossen

So alle Bilder sind nun online, ich mache mich nun daran die Videos online zu bekommen. Neue Bilder sind bei Infos zu finden unter Leute und Bais Place, sowie in der Bildergaleria unter den Punkten Goat Island und Outer Reef (Unterwasserbilder). Viel Spaß beim schauen :)

Sonntag, 26. Februar 2012

Neue Bilder und neue Projekte

Wir haben die letzte Woche dafür genutzt, um neue Kontakte innerhalb Suvas aufzubauen. Dabei sind wir an viele neue Orte gekommen und haben eine Menge interessanter Leute kennen gelernt. Am Interessantesten waren dabei eine Rotumanische Tanzgruppe die sich für den Erhalt der Rotumanischen Kultur einsetzt. Rotuma ist eine Insel im Norden von Fidschi, deren Bewohner im Gegensatz zu den Fidschianern Polynesier sind.
Seit Donnerstag sind wir auch allein, da Susan, Perry, Elo und Georgia zum 60. Hochzeitstag der Eltern nach Australien geflogen sind. Wir haben daher für eine Woche das Haus für uns allein und ich kann meine eingerosteten Kochkünste wieder aufbessern.

Als weitere Neuerung sind wieder neue Bilder online gestellt. Leider habe ich bisher noch nicht alles geschafft online zu stellen. Die Bilder-Galerie ist aber schon aktualisiert. Die Videos fehlen noch und die Unterwasserbilder, diese kommen aber demnächst. Genießt schon einmal die neuen :)

Samstag, 18. Februar 2012

Erste Tage in Suva

Die ersten Tage waren wir eigentlich nur im Arsch. Kaum aufgestanden geht das Vollzeitprogramm los bis spät in die Nacht. Aber es ist unbeglaublich schön! Diese Familie gibt uns sooooooooooo viel, manchmal zu viel und dafür geben wir gerne unser letztes Hemd :).
Apropos Hemd, wir haben nun von den "Westlern" die billigen Suva Ecken gezeigt bekommen (warum nicht von den Fidschianern fragt man sich?). Wir haben uns komplett neu eingekleidet, in einem Second Hand Shop, die Ware ist echt krass und bei dem Preis nicht zu unterbieten. Dazu haben wir das erste rote Fleisch seit Ewigkeiten bekommen und BIER uiuiuiuiui!!!!!!!!! Man kann jetzt wieder sehen das ich ausatme hehe
Dazu werden wir gefragt was wir essen möchten und es wurde schon ein Deutscher abend gemacht! Man mag es kaum glauben wir sind nicht blos Luft und es findet interkultureller Austausch statt! Das ich das noch erlben darf *heul*
Dazu bekomme ich Georgia und Elo (die beiden Zwillinge unserer vorübergehender Gastfamilie 4 Jahre) im wahrsten Sinne nicht mehr vom Hals. Schlafen ist nicht, ich komme mir vor wie ein Au Pair, aber super das ich selbst wenn ich vor mir hindöse interessant bin :). Mensch hier kann ich wirklich was bewegen, leider ist der Urlaub nur sehr kurz. Ich weiss jetzt aber wenigstens das man hier in Fidschi unsere Gegenwart zu schätzen weis. Leider schaff ich es noch nicht mit den Bildern und Video, morgen ist schon wieder eine Party und ein Bootsausflug geülant uiuiuiui.

Ich kann zum Ende nur sagen

UIUIUIUIUIUIUIUIUIUI!

Donnerstag, 16. Februar 2012

Sicher in Suva

Wir sind heute abend, nach abenteuerlichen 3 Tagen, sicher in Suva angekommen. Jeder kann also beruhigt sein, da wir vorerst in Sicherheit sind und uns nun um alle weiteren Schritte kümmern können. Wie Projektsuche, Gastfamilie etc.
Aber erstmnal was ist alles passiert? Wir wollten zunächst wie von Alcatraz aus Galoa fliehen, haben uns dann aber doch umentschieden und es vorgezogen, es wie Männer durchzuziehen. Daher haben wir Kolping, den Headmaster, die Nachbarn und das Dorf informiert, das wir zunächst unsere Ferien nehmen und bis zum Seminar in Suva, bei der australischen Botschafterin verweilen. Auch mit Bai haben wir über unsere Abwesenheit informiert und das wir nicht wieder zu ihm zurückkommen werden. Er hat uns am Ende etwas schlechter als seine Hunde behandelt. Heute habe ich mich zum erstenmal im Spiegel gesehen, ich glaube ich sehe aus wie nach einer halbjährigen Hungerkur, echt schrecklich, ich werd die nächsten Wochen wieder Fleisch und Bier zu mir führen :)
Wir haben die letzten beiden Tage bei Brenton gewohnt (ein dickes Dankeschön), haben die Secondary School besucht und das Agrarministerium Kadavus um für neue Freiwillige zu werben. Dazu haben wir über Nacht unsere Koffer über die halbe Insel geschleppt, damit unsere wetsachen vorerst sicher sind. Nach 10 Stunden Fährfahrt sind wir nun endlich sicher im Hafen Suvas angekommen und zurück in der Zivilisation! Alles andere kommt die nächsten Tage wie eine Menge Videos und Bilder :)

Viel Spaß dann damit und wir sind glücklich sicher zu sein!

Montag, 13. Februar 2012

Briefstop!

Wer mit dem Gedanken spielt Briefe oder Packete zu uns nach Galoa zu schicken, bitte ab sofort nicht mehr schicken ! Wir wissen derzeit nicht ob wir sie noch entgegen nehmen können.

Die Situation hier kann man sehr gut mit Shaykh fadhlalla Haeris Worten umschreiben:
"Decadence and corruption if not checked will always lead to the collapse of society."

Samstag, 11. Februar 2012

Baumeinsturz, kleines Licht und Vunisea

So die Woche war wieder sehr anstrengend, wir sind weiterhin fast jeden Tag bis um 17:30 in der Schule, aber es wird langsam zur Gewohnheit. Ausserdem sieht man Fortschritte bei den Schülern was umso mehr Spaß macht. Am Montag konnten wir auch entspannen, da man hier den Geburtstag des Propheten Muhammed feiert. Oder zumindest den Tag frei hatte, auch wenn das keiner auf der Insel wusste...
Ich habe auch pünktlich zu dem Tag ein Buch zum Islam fertig gelesen und ein weiteres über den Sufismus begonnen. Das lenkt ab und befreit den Geist :D
Durch den Sturm die letzten Wochen ist der wohl größte Baum Galoas hinter der Schule umgefallen. Er hat ein Haus platt gemacht, was zum Glück nicht mehr bewohnt war und hat die Schule nur knapp verfehlt, puhh. Aber war auch keiner da zu dem Tag :) Weiterhin hatte es den Funkmast in Kadavu beschädigt, so dass wir nun trotz Sonnenschein erst heute wieder ins Internet konnte. Die Vodafone-Verbindung war total zusammengebrochen.
Am Mittwoch war ich auch mit Brenton in Vunisea, um mit dem Districtofficer und der Secondary School in Vunisea zu reden, ob die Möglichkeit bestünde neue Freiwillige zu holen. Kontakte sind hergestellt und wir werden sehen wie es sich weiter entwickelt.
Ansonsten werde ich mich wohl bald wieder melden :) und unsere Nachfolger werden ja auc bald feststehen :)

Samstag, 4. Februar 2012

Hurrikan, Vollzeitlehrer und Postfach

Gleich schonmal vorweg, ich muss mich leider sehr kurz fassen.

Leider ist der Strom immernoch ein Riesenproblem, die Sonne scheint seit über 3 Wochen nicht und wir können dadurch kaum die Solarenergie nutzen. Ich laufe ständig auf Notstrom. Letzte Woche waren auch zwei Jurrikans im Anmarsch, die aber die Puste verloren haben. Leider konnte unsere Gastfamilie nichtmal darüber informieren. Ich werde hiermit auch das letztemal über unsere Gastfamilie schreiben. Das Essen ist manchmal nicht vorhanden oder wirklich ein Witz, Geld wird nicht für uns ausgegeben und sie haben usn gestern nicht an ihrer Kavarunde teilhaben lassen. Kurzfassung, dazu muss man wissen wenn man aus der Kavarunde geschmissen wird ist das so ziemlich das schlimmste... Daher sag ich einmal das Verhältniss ist nicht mehr vorhanden und man muss sich nicht mehr über die Leute auffregen, das Leben hat so viel schönere Seiten :).
In der Schule sind wir nun echte Vollzeitlehrer, dazu bitte gesagt liebe nächste Freiwillige, ihr könnt nur Klasse 6-8 unterrichten, da die anderen des Englischen kaum mächtig sind (abgesehen Klasse 2 eine Schülerin). Es ist mir auch ein Rätsel wie Corinna und Kerstin kommunizieren konnten mit den unteren Klassen. Naja egal wir sind nun wochentags immer ab 7:30 unterwegs zur Schule und kommen gegen 18:00 wieder nach Hause, dann wird es dunkel und der Tag ist gegessen. Aber es macht Riesenspaß alles vorzubereiten und durchzuplanen und die Schüler weiterzubilden, insbesondere Hindi. Mein Englisch ist nun wirklich gut geworden, da ich auch all die Fachbegriffe lernen muss für all die Fächer. Ausserdem kommen wir von unserem "Zuhause" weg. Abends können wir noch in der Küche weiterarbeiten solange Tago immernoch unterwegs ist (nunmehr seit 4 Wochen). Das ist eine gekonnte Abwechslung oder wir gehen zu Brenton. Der Direktor ist hochzufrieden mit unserer Arbeit und würde uns am Liebsten behalten :)
Zu guterletzt gebe ich noch schnell unser neues Postfach von Steve und mir:

Falk Eichhorn oder Steve Kindt
c/o Brenton Reece
p.o. Box 6
Vunisea Kadavu
Fidschi Inseln

Bitte ab sofort dahinschicken! Dankeschön!

Ich wünsche schöne Grüße und hoffe bald wieder Sonne melden zu können!

Namaste!

Freitag, 27. Januar 2012

Der Messiah's hat Galoa erreicht!

Und er sprach:"Es werde Licht!". Das trifft so ziemlich genau, dass erste was Master Levi erreichen möchte an der Schule. Dieses Wochenende möchte er sich mit Don und Brenton zusammensetzen und besprechen wie man endlich Strom für die Schule erreichen kann, um auch abends arbeiten zu können. Er möchte weiterhin, das benehmen der Schüler verbessern, neue Lehrer nach Galoa holen, 2-wöchentliche Staff-Meetings etablieren, Lehrerabende, Hausbesuche erledigen und und und... bisher warten wir auf eine Batterie für die Klassenraumuhr :) oder mit Lee Childs Worten: "It is easy to talk the talk, but hard to walk the walk!"
Aber welche Neuigkeiten kann man schon einmal verkünden? Der alte Headmaster hat endlich die Schule verlassen :), trotz Verspätung weil ein Riesenunwetter in Suva war und die Fähren ausfallen lies, daher ist auch Tago, Luisa und Aquila bis nächste Woche noch in Suva (vorerst). Das essen bleibt also knapp über dem nötigsten.
Weiterhin hat die Schule nun 34 Schüler plus Ana kommt als Kindergartenlehrerin zurück! Mistress Joana übernimmt die Klassen 1-4, da nur Frauen die untersten Klassen unterrichten dürfen. Master Levi Klasse 5 und 8, Steve Klasse 6 und ich Klasse 7.
Wir müssen nun auch alle anderen Fächer unterrichten. Zu Mathe und Englisch kommt nun Basic Science, Social Science und Health Science plus dem neuen Fach Conversational Hindi. Wir müssen also nun auch noch Hindi lernen (kein Scherz). Dieses Wochenende werden wir uns in alles einarbeiten, was eine Hölle an neuer Arbeit sein wird.
Das Wetter ist immernoch sehr schlecht, seit 2 Wochen regnet es nur noch und daher fehlt die Energie für das Internet.
Gestern ist der Unterricht plötzlich unterbrochen wurden, da ein Schwein über den Schulgrund gejagt wurde von Hunden. Letzendlich wurde es durch Isimeli und die Mangroven gestopt. Fotos und Videos werden nachgereicht :).
Letzte Woche sind wir auch bei Sturm und Wetter mit dem Kajak nach Vunisea gefahren, um den verspäteten Stollen abzuholen, wir waren so etwas von durchnässt, aber es hat sich gelohnt!
Weiterhin habe ich nun den Fidschikurs beendet. Ich habe alles übersetzt und werde es unter der Rubrik Fidschianisch veröffentlichen.
Als Tipp für die nächsten Freiwilligen, lernt das!!! Das ist nur der Anfang ;)

Moce und bis zum nächstenmal, wenn wir wissen wie die Schule langsam anläuft, bisher fallen wir jeden Tag tod ins Bett.

Sonntag, 22. Januar 2012

Stoneage

Das waren die Worte unseres neuen Headmasters Master Liwi, auf die Frage wie er Galoa findet. Er findet es bemerkenswert, das wir von Deutschland auf eine Insel wie Galoa gehen. er hatte eigentlich etwas anderes erwartet. Strom, Wasser, Internet... Fehlanzeige :). Leider ist er auch allein gekommen, von der größten Schule Fidschis mit über 1000 Schülern.Naja er wird es überleben.
Morgen wird das neue Schuljahr wieder anfangen mit einem Briefing für die neuen Lehrer. Dann wissen wir wie es weitergeht. Anscheinend wird sehr viel umgeschmissen, weil die Arbeit des letzten Headmasters, naja sagen wir nett, nicht so gut war, laut Schulkomittee und neuen Headmaster.
Wir haben die Zeit nocheinmal genutzt, trotz Monsunartiger wetterlage. Wir sind nach Vunisea gepaddelt und haben ein Weihnachtspaket erhalten. Da gab es lecker Stollen hmmmmmmmmmm, danke Oma!
Weiterhin rennt jetzt Bai auf einmal jeden Tag in das Dorf, wir sehen ihn so gut wie überhaupt nicht mehr. Jetzt wird er schon zum Gespenst wenn er hier ist :D, aber ich bleibe immernoch dabei es ist wohl das Beste. Die wenige Zeit wenn man ihn sieht kommen wieder die alten Befehle auf die wir aber nicht mehr richtig hören. Er hält sich ja selber nicht an seine eigenen Regeln...
Ansonsten werden wir einmal schauen was die neue Woche so bringt und wie das neue Schuljahr läuft.
Ich werde mich bemühen bis nächste Woche auch das Fidschianisch zu komplementieren für die nächsten Freiwilligen, das braucht man hier echt.

Sonntag, 15. Januar 2012

Burgfrieden zu Naicucuqu

Nachdem diese Woche so richtig die Fetzen geflogen sind, ist der Himmel über Galoa wieder klar und freundlich. Mit der freundlichen Unterstützung von Kolping, können wir nun hier wieder unserem Tagwerk nachgehen. Bai geht uns nun größtenteils aus dem Weg und mit den anderen ist das Gleiche Verhältniss wie vorher wieder eingekehrt. Wir haben gehört das Bai, wohl nach der Rückkehr von Luise, Tago und Aquila diesen Samstag aus Suva, im Januar wieder nach Suva aufbricht. Das wäre wohl das Beste für alle.
Wir haben seitdem den Garten nun vorerst vollendet, er sieht nun wirklich erholsam aus und sehr sehr freundlich. Sicherlich etwas was die Insel noch nicht gesehen hat :) mit einheimischen und fremdländischen Früchten und Gemüsen.
Daneben helfen wir Brenton beim Aufbau seines Schafstalles und schleppen Steine zum Berg hinauf oder helfen auf seinen Beeten. Dabei erzählt er uns immer wieder von seinen Visionen und was er alles hier erreichen möchte.
Auch Humphrey mit Familie wollen wieder das Reece Resort aufbauen, um wieder viele Touristen anlocken zu können. Ich würde schon jetzt sagen, es ist ein Geheimtipp für Backpacker.
Wenn es gerade einmal wieder regnet oder die Sonne zu sehr vom Himmel scheint, bilde ich mich vielseitig weiter. Ich lese über die Greueltaten verschiedener Regierungen in "Tell me no Lies" von John Pilger, lese die Geschichte Raamayaana von C.R. oder übe mich in Schwedisch, Chalk-Mongolisch und Bauan (Fidschi).
Am 23. Januar beginnt auch wieder die Schule, dann mit einem neuen Headmaster, mal schauen, was das neue Schuljahr also für Überraschungen bringen wird!
Die ersten Wogen des neuen Jahres haben wir halbwegs glimpflich überstanden :)

Montag, 9. Januar 2012

Inselumrundung, der König von Galoa und andere neue Erkenntnisse

Am 05.01.2012 wurde von zwei vagemutigen Deutschen die Welt umrundet! Pardon Galoa J in einer Nussschale, genannt Kanu, haben wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg gemacht, neue Ufer zu erreichen! Die Idee kam ganz spontan und es war wirklich ein super Ereignis, auch wenn ich etwas Bedenken hatte wegen eines erneuten Sonnenbrandes, der aber zum Glück ausblieb. Am Werk merkten wir ungefähr ab 1/3 des Weges, dass wir doch lieber andersherum gefahren wären. Die Brandung ließ uns fast zurücktreiben, obwohl wir zu zweit mit aller Kraft drückten. Am Ende unserer Kräfte schafften wir es dann doch und wurden mit traumhaften Aussichten belohnt. Der Tag ging also in die Geschichte ein, als zwei Ossis Galoa umrundeten :D.
Während der Zeit waren auch wieder Gäste auf unserem Grundstück. Luke und Alysan aus Chicago. Sie hatten die letzten beiden Jahre auf Hawaii gearbeitet und planen nun eine Weltreise, beginnend in Fidschi, weiter nach Neuseeland, nach Kambodscha und Thailand hinüber nach Europa. Mit ihnen hatten wir auch unsere Kavasessions. Alysan ist auch gleich nach 3 Runden ausgeknockt, sie hat das Zeug nicht vertragen. Luke hat dann tapfer weiter durchgehalten, war aber auch mehr am Würgen. Respekt, wie sie sich einbringen wollen, leider war es den Dörflern, die hinübergekommen sind, und Bais Familie nicht genug. Mit meinem gebrochenen Fidschikenntnissen verstehe ich mittlerweile etwas von dem was sie sagen. Am nächsten Tag wurde sich nur lustig gemacht, was für Schwächlinge die Beiden sind. Leider wurde schon an dem Abend nicht mit Luke geredet und er missachtet, zum Glück hat sich Steve erbarmt und mit ihm geredet, ich musste Kava servieren.
Die nächsten beiden Tage war dann landunter angesagt. Eine Nacht habe ich bei Brenton übernachtet, aufgrund des schlimmen Wetters und fehlender Taschenlampe. Ich dachte wir fliegen mit dem Haus weg, so schlimm war es. Am nächsten Tag ging dieses Wetter dann weiter. Mir wurde aber von Maria und Bai gesagt, dass dies perfektes Wetter wäre, um in den Garten zu gehen. Ich fragte dann warum sie nicht gehen: zu viel Regen war die Antwort… Ok. Dann sagte ich, brauch ich ja nicht zu gehen, doch es ist ja perfektes Wetter für den Garten… Häh????? Hallo, rede ich chinesisch? Ok Was kann man denn noch an so wunderschönen Monsunregentagen machen? Bai: Geht doch, wie Jonis (ehemaliger Freiwilliger), Tauchen, Schnorcheln, Angeln oder trinkt Kava, der beste Weg! Ich denke nur, will er mich töten? Tauchen, Schnorcheln, Angeln etc. ein Blitz und ich bin tot! Ausserdem sieht man nichts durch die aufgewühlte See.
Zum Kava: Ich war 3 Wochen am Stück jeden Tag für Stunden Kava trinken. Ich machte einen Tag Pause und wir wurden gleich abgestempelt, wir mögen keinen Kava. Danach wurden wir zum Kava gezwungen, weil wir sonst die Kultur nicht achten. Ich denke nur Fuck up man!
Bai ist nur noch am herumkommandieren und behandelt uns wie Hunde.
Der Gipfel war dann am Sonntag, gestern. Brenton lädt uns zum Fussball spielen ein. Bai kommt vorbei und verbietet uns dergleichen und ist sehr sauer mit uns. Um ersteinmal klar zu machen: das ist so, als würde in Deutschland ein Nachbar zu euch kommt und sagen „hört auf Fussball zu spielen, es ist Sonntag“! Oder um in der Kultur zu bleiben, Bai geht in das Dorf und verbietet ihnen Kava. Er hat keinerlei Recht an diesem Ort, weil uns der Landbesitzer erlaubt hat, dies mit ihm zu tun. Darüberhinaus wussten wir nicht einmal, dass Sport und Spiel und Spass am Wochenende verboten ist. Zumal auch alle anderen Spass hatten, unsere amateurhaften Versuche zu beobachten.
Auch Don, der Enkel des Königs von Fidschi, der hier wohnt und von allen nicht respektiert wird, sagte uns es ist erlaubt hier zu spielen. Das Dorfgesetz gilt hier nicht und das wissen alle, Bai wollte nur seine Macht zeigen.
Heute ist dann endgültig die Bombe geplatzt. Wir wollten mit ihm reden und unseren Frust von der Seele reden, was seit seiner Rückkehr alles schief läuft. Leider hat er uns geweckt und ist uns zuvorgekommen, zum Glück hatten wir schon alles vorbereitet. Das Ergebnis ist nun, dass wir nicht mehr seine Söhne sind und er uns nichts mehr erklärt. Er drohte uns auch offen, dass dies Konsequenzen für uns haben wird. Es ist leider traurig, dass ein Mann so viel Macht hier hat, oder denkt so viel Macht zu haben. Wir respektieren hier jeden, aber er sollte als unser Mentor auch uns respektieren. Leider kann man ihm auch nichts erklären, da er uns mit der Kulturkeule gesagt hat, dass Jüngere Menschen Älteren keine Widerworte geben dürfen. Wir sind immer noch Deutsche und haben eine eigene Kultur und einen eigenen Willen. Wir sind nicht seine Haussklaven. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.
Zum Glück gibt es hier auch andere Menschen auf der Insel zu denen wir kommen können und mit denen wir reden können.
Wünscht uns Glück, dass wir auch diesen Storm überstehen werden!

P.S. Ich lese alle eure Kommentare und ich bedanke mich dafür, aufgrund der derzeitig langsamen Verbindung, kann ich leider nicht darauf eingehen. Aber soviel, Flik Flik dachte ich war am Besten mit den Videos zu erklären. Bier gibt es hier leider nicht daher kann ich auch nicht irgendwohin fahren L in Deutschland werde ich aber sicherlich wieder einem kühlen tropfen nicht abgeneiget sein J.

Dienstag, 3. Januar 2012

Neujahr und Kava Kava Kava

Ein frohes 2012! Das Jahr meiner Wiederkehr :D

Aber was ist im frischen neuen Jahr so passiert, welches wir hier auf unserer Insel als erster begrüßen konnten auf der Welt (ich weigere mich Samoa ab sofort auch auf unserer Seite der Datumsgrenze willkommen zu heissen :D). Wir haben im Rahmen der Familie Sylvester gefeiert, zu der Zeit wurde viel Musik gespielt, es gab viel Kava und Rum. Am Ende hat jeder eine frohes neues Jahr gewünscht und viele Telefonate geführt, auch wenn zumeist das Netz zusammengebrochen war. Eigentlich sollte danach jeder Nass gesprizt werden (eine Eigenart hier in Fidschi), dieses blieb leider aus. Wir wussten nicht, wenn Neujahr auf Sonntag fällt muss alles ruhig bleiben. Daher feierten wir am 1.1. gleich noch einmal Neujahr mit dem dazugehörigen Wasser im Dorf und viel Kava. Weiterhin haben wir erfahren, dass das mit dem Wasser bis zum Schulanfang geht. Heisst wir können in den 3 Wochen mit Wasser geweckt werden, aus dem Boot geschmissen werden oder einfach nur so Wasser abbekommen.
Gestern waren wir auch zum erstenmal bei einem der beiden Wasserfälle in Kadavu. Dort wurde Wäsche gewaschen und herumgealbert. Es war ein schöner Tag und die Sonne wird langsam immer unerträglicher, man schwizt jetzt schon beim schlafen bis zum geht nicht mehr.
Das neue Jahr hat auch eine von den gestohlenen Lampen wieder auftauchen lassen. Eine Bekannte aus Salombe (Nachbarstrand) hat sie am 1.1. bei sich gehabt, darauf angesprochen sagte sie sie hätte sie am Samstag neben der Kirche gefunden... sie wurde erst Sonntag gestohlen... Naja wie dem auch sei wir haben eine der beiden wieder und ich kann wieder im hellen durch die Nacht laufen.
Das neue Jahr hat also super begonnen!

Ich habe auch mitbekommen, dass wieder ein Zeitungsartikel von mir Online steht und was wir so machen. Wer lesen möchte einfach klicken!